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Morgenseiten

Morgenseiten schreiben (nach Julia Cameron) – Journaling mal anders

Ich habe für mich eine großartige Entdeckung gemacht und jetzt lange überlegt, wie ich diese wunderschöne Sache in die Welt tragen kann, ohne natürlich Techniken zu verraten, die ja so nicht von mir stammen. Von etwas zu berichten, was ich aus einem Buch habe, das mich weitergebracht und zutiefst berührt hat.  Damit habe ich nun lange gehadert. Irgendwie fühlte es sich nicht richtig an, obwohl es da in mir die ganze Zeit diese Stimme gab, die meinte: „Mein Gott, das ist ja so fantastisch! Davon müssen doch die Menschen unbedingt erfahren. Aber kann ich einfach so darüber schreiben? Ist das nicht wie ein „Spoiler“? Trete ich dieser tollen Schriftstellerin damit nicht auf die Füße? Sollte ich den Leuten nicht lieber einfach nur ihr Buch empfehlen?“

Nun habe ich den Anhang des Buches noch ein wiederholtes Mal gelesen und meine Zweifel lösten sich auf. Auf einer ihrer letzten Seiten „erlaubt“ sie mir (und natürlich jedem anderen Leser auch) quasi ihre Botschaft in die Welt zu tragen:

„Wir sind dazu bestimmt, anderen dabei zu helfen, ihre Träume ins Leben zu rufen. Wir können nicht die Geburtswehen eines anderen Menschen durchleben, aber wir können andere Künstler bei den Wehen unterstützen, durch die sie gehen müssen, um die Geburt ihrer Kunst zu erleben und sie zur Reife zu führen.“ (Julia Cameron)

Darum folgt nun dieser Artikel, der mir wirklich am Herzen liegt und hoffentlich all denen Inspiration ist, die

  • generell gern wieder mehr Kreativität in ihrem Leben hätten,
  • gern kreativ wären, aber sich dahingehend irgendwie blockiert fühlen,
  • sich generell blockiert fühlen und das Gefühl haben nicht im Fluß mit ihrem Leben zu sein,
  • sich (wieder) mehr Zugang zu sich selbst wünschen,
  • gern besseren Zugang zu ihrer Intuition hätten,
  • wissen, dass mehr in ihnen steckt, aber keine Ahnung haben, welche Art von Ausdruck ihr Selbst verlangt,
  • sich mehr Tiefe im Leben wünschen,
  • sich gern schreibend mit sich selbst und der Welt auseinandersetzen (oder sich zumindest vorstellen können damit zu beginnen und es auf einen Versuch ankommen lassen würden),
  • ihre Zeit wieder mehr für sich selbst nutzen möchten,
  • die Lebensfreude und das tiefe Gefühl des inneren Friedens vermissen und
  • natürlich allen, die einfach nur neugierig sind.

Ich bin mir sicher, die Autorin ist mit meinem Artikel einverstanden, der ihre großartige Methode, zu sich selbst zurückzufinden, in die Welt tragen soll und damit zu den Menschen, die dies dringend brauchen und bisher weder das Buch noch die Sache mit den Morgenseiten kennen.

Das Buch ist am Ende dieses Artikel verlinkt, so dass Du es auch erwerben kannst, wenn Du tieferes Interesse am Thema hast.  So, und nun aber endlich zum Thema:

Das Leben und das Schreiben

Das Thema Schreiben begleitet mich seit meiner Kindheit. In meinem Artikel über intuitives Schreiben hatte ich schon einmal ein wenig preisgegeben über meine eigene Schreibbiographie und wie ich viele Jahre durch verschiedene Umstände gehadert habe mit mir und meinem eigenen Schreibprozess. Schreiben zu wollen, aber nicht den richtigen Weg zu finden, festzustecken und es für mich selbst auch nicht mehr im positiven Sinne nutzen zu können. Ganz im Gegenteil. Damals nahm es, nach meinem Empfinden, eher hinderliche, ja sogar giftige Züge an. Ich hatte kein Vertrauen in meine Schreibselei, fand nicht mehr den richtigen Zugang auf diese Weise zu mir und kämpfte auf dem Gebiet mit in der frühen Jugend erlebten Traumata.

Das intuitive Schreiben gab mir erstmals eine neue Richtung. Ich kramte diese für mich so nötige, liebgewonnene  und doch emotional belastete Gewohnheit des Schreibens und der Selbstreflexion wieder hervor und gab ihr eine neue Möglichkeit des Ausdrucks. Und so durften das Schreiben und ich uns noch einmal von einer neuen Seite kennenlernen.

Die Entdeckung

Dann begegnete mir das Buch „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron und stellte für mich quasi so etwas wie eine kleine Revolution dar. Seit ich lesen kann, habe ich zu Büchern ein ganz besonderes Verhältnis. Sie ziehen mich wie magisch an. Und wenn man von etwas im positiven Sinne süchtig sein kann, bin ich wohl tatsächlich büchersüchtig. Und seit ein paar Jahren ist es zunehmend so, daß die Bücher mehr mich finden als ich sie. Mit dem Buch von Julia Cameron war es ebenso. Dieses Buch ist „ein spiritueller Weg zur Aktivierung und Entfaltung der eigenen Kreativität“ in Form eines 12-Wochen-Programms.

Und für mich war es noch viel mehr – wenn es das denn überhaupt sein kann, denn was ich dadurch fand, ist, denke ich, von der Autorin genauso beabsichtigt (was man so im Vorfeld ja aber nicht weiß). Man kauft sich das Buch, macht da diese zwölf Wochen mit und fragt sich zu Beginn schon, ob man die Wochen über durchhält. Naja, wer kennt diese Zweifel nicht. Haben wir uns nicht alle schon einmal Programme, Kurse, Seminare oder Diäten in „Heimarbeit und Selbstdisziplin“ vorgenommen? So manches haben wir sicherlich durchgehalten, anderes wiederum nicht. Das Buch macht keinen spektakulären Eindruck von außen, gleich einem ganz normalen Paperback-Roman, ist aber im Inneren die wahre Offenbarung.

Dieses Buch enthält wahre Schätze, auf die ich hier nicht alle eingehen kann (und auch nicht will) und es Julia Cameron selbst überlasse mit ihrem großartigen Werk zu überzeugen, und das zu einem handelsüblichen Preis, den man hier halt so bezahlt für ein Buch in diesem Format. Für mich quasi geschenkt. Ein Geschenk, für das ich unendlich dankbar bin.

Auf einen Aspekt aus dem Buch möchte ich dennoch eingehen, weil es verglichen mit den Schreibübungen, die ich in den letzten Monaten ausprobiert habe, die war, die mich am meisten überzeugt hat, obwohl sie am schlichtesten daher kam und ich ihre Wirkung tatsächlich anfangs massiv unterschätzt habe. Heute möchte ich nicht mehr ohne.

Die Morgenseiten nach Julia Cameron

Die Morgenseiten, so wie sie Julia Cameron empfiehlt und in ihrem Buch beschreibt, sind drei ohne Abkürzungen vollgeschriebene Seiten Papier, die sich streng am eigenen Bewusstseins- und Gedankenstrom orientieren. Das heisst, Du  schreibst jeden Morgen alles auf, was Dir in den Sinn kommt, und sei es noch so sinnlos, banal und unzusammenhängend. Nichts ist zu albern, zu skurril oder zu unbedeutend, um es zu Papier zu bringen.

Die Seiten ohne Zeugen und ohne Regeln

Die Morgenseiten werden von niemandem gelesen und dienen Dir nur zur Gehirnentleerung. Die Autorin betont, dass man beim Schreiben der Morgenseiten einfach nichts falsch machen kann. Man kann Morgenseiten nicht falsch schreiben, auch wenn man am Anfang mit der Banalität der Sache ein wenig Probleme hat. Hier gilt es: Einfach machen! Bis sich die Wirkung der Morgenseiten wirklich entfaltet, was mit der Zeit unweigerlich passiert.

Hier geht es nicht um schöne Texte oder wortgewandten Ausdruck. Es geht nicht einmal um Rechtschreibung oder Schönschrift. Diese Seiten sollen nicht einmal klassisch als Text gelten. Eher ganz im Gegenteil. Hier ist Raum zum Jammern, Nörgeln, sich aufregen. Das kann kreuz und quer durch die Themen gehen. So wie einem der Schnabel gewachsen ist bzw. wohin einen die Gedanken eben so führen, wenn man ihnen freien Lauf lässt und sie nebenbei notiert. Das kann sich hinterher schon mal anhören (oder eben lesen) wie das Protokoll eines Irren.

Diese Übung ist für alle gedacht, die sich selbst wieder näher kommen wollen. Auch für die, die nicht zwingend schreib-affin sind. Dennoch hilft sie uns unser Hirn zu befreien von all den Dingen, die unser Denken und vor allem unsere Kreativität zudecken.

„Die Morgenseiten sind nicht verhandelbar.“

Wichtig ist: Schreibe die Seiten jeden Morgen. Lasse sie nie aus. Egal, wie Du Dich fühlst oder in welcher Stimmung Du bist, schreibe Deine drei Seiten. Drei Seiten über alles, was Dir so spontan in dem Moment alles in den Sinn kommt.

Man soll sich nicht hetzen lassen beim Schreiben der Morgenseiten. Doch habe ich die Erfahrung gemacht, dass man dabei bleiben muss. Es ist wichtig, sich nicht ablenken zu lassen, zwischendurch aufs Handy zu schauen, zu telefonieren, die Familie nebenbei durch die Wohnung zu moderieren oder irgendwie anderweitig den Prozess zu unterbrechen und zwischendurch vom Schreiben abzukommen.

Du musst auch keine Scheu im Vorfeld haben, dass Dir nicht jeden Morgen etwas einfallen könnte. Das ist Blödsinn. Unser Geist kaut ständig auf etwas herum. Und sollte mal eine Lücke im Denken entstehen (ja, dieses Phänomen gibt es tatsächlich: Beobachtet man den Geist, steht er für ein paar Momente still!), schreibt man einfach, dass man gerade nicht weiß, was man schreiben soll. Dass man vielleicht gerade keine Lust aufs Schreiben hat, dass einen das jetzt langweilt, es keinen Sinn ergibt, Du lieber grad frühstücken möchtest, lieber Facebook checken würdest, was auch immer. Schließlich sind in jedem unserer wachen Augenblicke irgendwelche Gedanken oder Gefühle da.

Sich am Morgen die Zeit nehmen

Als ich anfing nach dem Buch von Julia Cameron zu arbeiten, habe ich mir extra am Morgen die Zeit nur dafür eingerichtet. Ich habe an einem Wochenende testweise angefangen, um erst einmal zu schauen, wie lange ich denn eigentlich brauche für 3 Seiten handschriftlichen Text.

Anscheinend bin ich kein schneller Schreiberling, denn ich brauche mindestens 40 Minuten dafür. Eine Freundin berichtete mir, sie schaffe das in 20 Minuten. Wow. Selbst nach den kompletten 12 Wochen (und natürlich inzwischen weit darüber hinaus, denn ich schreibe noch immer meine Morgenseiten) war ich keinen Deut schneller. Es geht ja dabei letztlich nicht um Schnelligkeit, aber für die praktikable Umsetzbarkeit wäre es von Vorteil, wenn ich schneller wäre. Aber letztlich bedeutet das ja nur, ich muss entsprechend zeitig den Wecker klingeln lassen.

Den Tag nicht mit dem Aufstehen, sondern mit Schreiben beginnen

Ich habe das für mich so eingerichtet, dass ich morgens im Bett schreibe, noch bevor ich aufstehe. Ich bin dann nach den drei Seiten gut munter und kann locker aus dem Bett springen. Ich fand das praktisch für mich, weil ich da bewusst im kuscheligen Bett sein kann und nicht draußen irgendwo in der noch kühlen und dunklen Wohnung herumsitze (ich hatte zu Beginn des Frühlings damit begonnen). Außerdem ist es gut, wenn man für den Schreibakt morgens noch relativ unverstellt ist und noch nicht viel, vielleicht sogar noch gar nicht reden musste.

Ich selbst habe auch gemerkt, dass man die Morgenseiten schreiben sollte, bevor man mit digitalen Medien in Kontakt gekommen ist. Also von Vorteil ist, wenn man erst die Seiten schreibt und danach die sozialen Netzwerke und Mails checkt.

Mehr als einmal habe ich erlebt, wie mich dieses schriftliche Folgen meines Gedankenstroms so unmittelbar nach dem Aufwachen unglaublich zentriert, wach und achtsam gemacht hat. Als ich nach den Seiten aufstand und ins Bad ging, war ich extrem fokussiert und konnte neben dem, was ich alltäglich tat, meine Handlungen, Gedanken und Gefühle ganz klar wahrnehmen. Wie unter einer Linse. Ein Gefühl, das ich dann so mit in den Tag hinein trug.

Schreiben mit der Hand aktiviert den Zugang zu uns und unserer Intuition

Ganz wichtig ist, dass Du die Morgenseiten mit der Hand schreibst. Das bringt Dich zu Dir selbst und verbindet Dich unmittelbar mit Deiner Intuition und Deinen Gefühlen. Das Schreiben ermöglicht uns die Kontaktaufnahme zu unserem inneren Schöpfer, zu unserer innersten Quelle und Wahrheit, aus der heraus wir im Alltag und im Leben generell auf einfache und fließende Weise agieren und reagieren können. Außerdem verhilft es auf diese Weise leichter zu Einsichten in uns selbst und deckt Bereiche auf, in denen wir uns in unserem Leben Veränderung wünschen und diese dann tatsächlich auch herbeiführen.

Den inneren Kritiker zum Schweigen bringen

Auch dazu dienen die Seiten am Morgen. Unser innerer Kritiker ist ständig bei uns und sagt uns, was wir können und vor allem sagt er uns, was wir nicht können. Dieser alte Miesmacher! Kaum haben wir mal ein bißchen Mut zu etwas geschöpft, grätscht er rein und will uns weismachen, dass das nicht passt, dass wir dazu nicht gut genug sind, dass wir dafür nicht die erforderlichen Kenntnisse und Abschlüsse haben, es albern und kindisch ist, es keiner lesen, hören oder sehen will, dass es niemanden interessieren wird, dass es nicht wert ist dafür Zeit zu investieren, geschweige denn Geld oder gar Herzblut.

Im Buch von Julia Cameron geht es in erster Linie um die Aktivierung der eigenen Kreativität, quasi den Zugang zu unserer ureigensten Quelle, von der ein Großteil unserer Schöpferkraft, Energie und unserer Lebensfreude ausgeht. Wer mit Kreativität in seinem Leben „arbeitet“ und sie als Triebfeder fürs Leben versteht, weiß, wie diesem Akt der Schöpfung der innere Kritiker gegenüber stehen kann (und wer hat nicht schon einmal etwas Kreatives im Leben vollbracht. Es ist in meinen Augen unmöglich, nicht kreativ zu sein!). Daher ist diese Übung des Schreibens unverzichtbar für die, die auch im scheinbar „normalen“ Leben ihrem inneren Kritiker häufiger gegenüberstehen und dieser öfter mal Entscheidungen an sich reißen möchte, die zu treffen ihm jedoch nicht zustehen bzw. er sie nicht zu unserem eigenen Vorteil trifft.

Keine spirituelle, aber eine meditative Übung (auch wenn nicht im eigentlichen Sinne)

Das Schreiben der Morgenseiten an sich hat überhaupt nichts Spirituelles an sich. Angeblich seien sie nicht einmal ein meditativer Akt, da sie oft negativ und sehr materialistisch ausfallen können, jedoch entwickeln sie mit der Zeit des Schreibens über die Wochen hinweg einen meditativen Charakter. Vielleicht hast Du schon einmal eine Art der Schreibtherapie ausprobiert und hast Dich von der Wirkung diverser Schreibübungen und Schreibprozesse schon überzeugen dürfen.

Die Morgenseiten verbinden uns mit dem, was wir wirklich wollen und zeigen auf, was wir nicht mehr mögen oder brauchen

„Jeder, der Morgenseiten schreibt, wird zu einer Quelle innerer Weisheit geführt werden, mit der er sich verbinden kann.“

(Julia Cameron)

Weil es schwer ist, sich über Wochen oder gar Monate immer und immer wieder über dieselben Dinge zu beschweren (und glaube mir, ich habe das erlebt), führt das Schreiben der Seiten irgendwann automatisch zu Erkenntnissen und damit hin zu Veränderungen, die sich konstruktiv und positiv auf unser Leben, Wirken, Handeln und Denken auswirken.

Allerdings muss ich an dieser Stelle dazu sagen, dass es jede Woche in dem Buch anregende Aufgaben gibt, die ich für mich tatsächlich akribisch und mit sehr viel Freude abgearbeitet habe. Ich weiß nicht, ob ohne die Aufgaben die Wirkung der Seiten für mich dieselbe gewesen wäre. Heraus aus der Verzweiflung, hinein ins Licht des Lebens.

Übrigens..

Ich habe bei weiterem Durchstöbern von Literatur zu dem Thema herausgefunden, dass Charlotte Brande bereits 1943 in ihrem (übrigens bis heute geltendem) Klassiker „Schriftsteller werden“ aus tiefster Überzeugung zu dieser Technik rät:

„Am besten stehen Sie dazu eine halbe oder eine Stunde früher als gewohnt auf. Beginnen Sie, sobald wie möglich, ohne sich vorher zu unterhalten und ohne die Zeitung gelesen zu haben oder das Buch auf ihrem Nachttisch zur Hand zu nehmen, mit dem Schreiben. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen durch den Kopf geht – was Sie in der Nacht geträumt haben, wenn Sie sich noch daran erinnern, ein Gespräch, sei es real oder ausgedacht, oder eine Befragung Ihres Gewissens zu irgendeiner Angelegenheit. Schreiben Sie zügig und ohne den Inhalt zu bewerten eine morgendliche Träumerei auf. Ob das, was Sie schreiben, hervorragend oder überhaupt von Wert ist, spielt hier keine Rolle.“ 

(Charlotte Brande, 1943)

Sie bestätigt damit auch mein Gefühl, dass man morgens am besten ohne den Tag richtig begonnen zu haben, mit dem Schreiben beginnt, und damit das kleine Zeitfenster zwischen Schlaf und Wachsein aktiv nutzt, um sein Gehirn zu entleeren. Und die Wirkung auf Dauer ist ganz unglaublich für die, die sowieso eine Affinität zum Schreiben und schriftlichen Auseinandersetzung mit sich selbst haben.

Fazit

Ich bin mehr als dankbar, dass dieses Buch zu mir gefunden hat und ich kann es nur von ganzen Herzen weiterempfehlen.

Wie gesagt, die Morgenseiten sind für mich selbst die absolute Entdeckung gewesen. Wie oben bereits beschrieben aus vielerlei Hinsicht und ganz persönlicher Geschichte heraus. Daher wollte ich sie hier gern erwähnt haben, weil ich so über sie vorher nirgends gelesen oder gehört hatte, das Internet aber überschwemmt wird von vielen anderen Kursen, Seminaren, Workshops und Schreibübungen zum Thema expressive, kreativem und intuitiven Schreiben.

Die Morgenseiten nach Julia Cameron haben mich gänzlich auf mich selbst zurückgeworfen und mich in ihrer Einfachheit und – ja, das kann ich wohl so sagen – Skurrilität mir selbst noch einmal ganz anders nahe gebracht. Und in mir viel zutage gefördert, von dem ich nicht geglaubt hätte, dass das so in mir überhaupt (noch?!) vorhanden ist. Natürlich würde ich die Seiten niemandem zeigen. Das ist nichts, womit man etwas anfangen kann, nichts, woraus sich ein Buch machen ließe (obwohl das wohl eine interessante Idee sein könnte. Den Einen oder Anderen würde es vielleicht tatsächlich unterhalten und belustigen), aber der Nutzen für mich ist ganz klar erkennbar und unmittelbar fühlbar.

Die zwölf Wochen des Programms sind rum, ich habe das Buch durchgearbeitet und die meisten gestellten Aufgaben erledigt. Einerseits finde ich das Ende dieser Wochen schade. Andererseits ist nun wieder Platz für Anderes, Neues. Nun ist einfach Zeit weiterzugehen. Es ist damit ebenso an der Zeit den Kurs und „die Zeit mit Julia Cameron“ als solches hinter mir zu lassen und mitzunehmen, was ich durch sie und ihr Buch gewonnen habe.

Ich bin dankbar für das, was ich dadurch gefunden habe, und damit meine ich natürlich nicht nur die Technik an sich. Und tatsächlich sind mir die Morgenseiten so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sie weiterhin beibehalte, weil sie mich tragen, weil sie mir helfen mit mir selbst in Verbindung zu bleiben und ich meinen Tag nicht schöner beginnen könnte, auch dann nicht, wenn ich auf sie keine Lust habe und die Zeit lieber noch würde zum Schlafen nutzen wollen.

 


Und hier die Buchempfehlung: 

Der Weg des Künstlers: Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität von Julia Cameron.

Ein großartiges Buch über die Aktivierung von Kreativität als unsere ureigenste und tiefste Quelle. Sie ist die Triebfeder für unser Leben, sie ist der Ausdruck unserer Seele und unseres Herzens. Sie ist die Quelle für Lebensfreude, Glück, inneren Frieden und Harmonie.

Julia Cameron zeigt in ihrem großartigen Buch, wie wir dorthin zurückfinden, wo wir als Kinder schon einmal waren und auch für uns Erwachsene noch immer von unschätzbarem Wert ist. Sie zeigt uns, wie wir ausgraben und freilegen können, was Erziehung, Glaubenssätze, Bildungssystem und gesellschaftliche Norm- und Wertvorstellungen verschüttet haben.

♥ Erlaube Dir zu träumen, erlaube Dir wieder Ziele zu stecken und groß zu denken. Erlaube Dir heimzukommen zu Dir selbst und Dich noch einmal ganz neu selbst zu entdecken. Werde wieder kreativ, auf welche Art auch immer, nur tue es! Sei der, der Du wirklich bist, der Du immer warst und der nur Du so auf diese Art immer sein wirst! ♥

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