Das Café am Rande der Welt

Buch-Tipp: Das Café am Rande der Welt

Dieses Buch muss ich unbedingt empfehlen!

Es ist auf sonderbare Weise in mein Leben getreten. Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Es hat mich bereits auf den ersten Seiten umgehauen und in seinen Bann gezogen. Außerdem hat mich dieses Werk dazu gebracht es bereits mehrmals zu verschenken und es hat mich mehrere Wochen regelrecht „verfolgt“.

Dazu muss ich ja sagen: Ich selbst hätte dem Buch draußen in freier Buchhandlungs-Wildbahn keinerlei Beachtung geschenkt. Ich will nicht sagen, dass ich Bücher nach Cover aussuche und kaufe. Überhaupt nicht. Aber weder Titel, noch Aufmachung und schon gar nicht die Zusammenfassung auf der Rückseite wären für mich in irgendeiner Weise einladend oder reizvoll gewesen. Umso dankbarer bin ich dem Umstand, auf welchem dieses Buch in mein Leben und in mein Herz gefunden hat.

Aber hier die Geschichte zu diesem Buch:

Ich bin im Unterricht vom eigentlichen Stundenthema etwas abgeschweift, war richtig im Flow und erklärte meinen Schülern, wie wichtig es für die Zufriedenheit eines Menschen sei, dass die äußere Welt mit der inneren übereinstimmt. Da fragte ein Schüler, ob ich denn schon „Das Café am Rande der Welt“ gelesen hätte. Ich verneinte, hatte noch nie von dem Buch gehört und er versprach, es mal mitzubringen und mir auszuleihen.

Bereits am nächsten Tag hielt ich das Exemplar in meinen Händen. Das ging schneller als erwartet. Und anfangs war ich etwas enttäuscht darüber, da ich zu dem Zeitpunkt noch mitten in aktueller Literatur steckte. Wie gesagt, es sprach mich eigentlich auch nicht an und ich entschuldigte mich schon mal im Vorfeld bei meinem Schüler dafür, wenn es länger dauern würde mit dem Lesen. Aber er meinte, es eile nicht.

Am darauffolgenden Wochenende kam ich mit meinem derzeitigen Buch tatsächlich durch (auch viel schneller als erwartet). Und trotz Desinteresse fing ich „Das Café am Rande der Welt“ an zu lesen, da ich die Gelegenheit günstig sah und auch meinen Schüler auf die Rückgabe seines Exemplars nicht so lange wollte warten lassen.

Reingelesen und ich hing fest. Meine Augen flogen nur so über die Seiten, saugten ihren Inhalt regelrecht auf.  Wenn man Buchstaben auf Seiten beim Lesen abnutzen könnte wie ein Tape, das man schon zu oft durch einen alten Kassettenrecorder geleiert hat, dann wäre das diesmal wohl geschehen. Ich las immer schneller und immer schneller. Es war mir einfach nicht möglich langsamer zu lesen. Und das, obwohl es sich um keinen Krimi handelt, bei dem man nicht erwarten kann zu erfahren, wer denn nun tatsächlich der Mörder ist.

Fast ohne aufzuschauen und mit nur ganz kurzen Unterbrechungen las ich es innerhalb von 4 Stunden komplett durch (jetzt bitte keinen Kniefall vor dieser Leistung, das Buch hat lediglich 128 Seiten). Als ich aufschaute, war nichts mehr so wie es vorher war. Das Buch war die reinste Offenbarung. Zumindest für mich, zu diesem bestimmten Zeitpunkt.

Das Buch verfolgte mich

Ich war mir bewusst über das Tempo, das ich beim Lesen an den Tag gelegt hatte. Das ist sonst so eigentlich nicht mein Stil. Ich lese gern. Und viel. Und irgendwie hat Lesen für mich meistens einen meditativen Charakter. Ich kann da völlig zwischen den Zeilen versinken.

Und um jetzt, wo ich wußte, wie die Geschichte ausgeht, das Gefühl, welches ich beim Lesen hatte, noch einmal auskosten zu können, las ich es tatsächlich noch ein zweites Mal. Um all den Erkenntnissen noch einmal Nachdruck zu verleihen und um sicherzugehen, dass ich alles Wichtige mitgenommen hatte. Und es langweilte mich nicht.

Einen Tag später postete ein Freund dieses Buch und empfahl es wärmstens. Und in seinem Post sprach er mir aus der Seele und schien ganz ähnlich beim Konsumieren des Romans empfunden zu haben wie ich. Das Thema verfolgte mich, blieb in meinem Hinterkopf, ließ mich nicht mehr los.

Als ich dann ein wenige Wochen später im Urlaub war, gab es in der Unterkunft dort ein Bücherregal. Das inspizierte ich natürlich sofort, fand aber nur alte Schinken und – für meinen Geschmack – unbedeutende Trivialliteratur vor. Ich ließ davon ab und widmete mich dem Buch, das ich selbst mitgebracht hatte.

Etwa zur Hälfte unseres Aufenthalts schlenderte ich durch die Wohnlichkeiten und mein Blick blieb – ohne einen wirklich Grund – beim Bücherregal hängen. An einer Stelle lugte ein gelber, mir doch sehr bekannter, schmaler Bücherrücken hervor. Als ich es herauszog, war es doch tatsächlich „Das Café am Rande der Welt“. Warum hatte ich es vorher nicht entdeckt als ich alles kleinlich durchforstet hatte?

Es erinnerte mich jetzt aber erneut daran, was ich gelesen hatte, erinnerte mich daran neugewonnenen Erkenntnisse nicht wieder aus den Augen zu verlieren. Es kam zu mir, wieder und wieder, schubste mich an,  klopfte an die Innenseite meines Hinterkopfes und gab mir erneut das Gefühl, das etwas mit mir in Resonanz geht. Auch wenn ich nicht ganz sicher war, was genau es war, wie ich alles umsetzen sollte und wohin die Reise ginge, so wußte ich zumindest doch, dass auch ich einen Weg habe, den ich bisher nur noch nie wahrgenommen hatte. Die grobe Richtung stimmte schon.

Fazit

Das Buch ist das, was bereits auf dem Cover steht: Eine Erzählung über den Sinn des Lebens.

Auch das hätte mich noch nicht angesprochen, wenn es nicht so zu mir gekommen wäre, wie es ja letztlich der Fall war, obwohl das Thema so generell schon interessant für mich ist. Es geht um die Bestimmung im Leben, die jeder Mensch hat. Deren sich die meisten aber gar nicht bewusst sind, weil sie unter falschen Glaubensmustern und Konditionierungen aufgewachsen sind. Es spricht davon, wie man sich auf die Suche nach dieser Bestimmung macht und wie man sich ihr annähern kann.

Die Erzählung ist leicht und fluffig geschrieben. Man merkt, das der Autor „nicht wirklich ein Autor“ ist. Es ist etwas holprig, etwas „unrund“, aber gerade wegen seiner Natürlichkeit, Lebensnähe und Aussagekraft ist es so großartig. Man fühlt richtig, dass hier einem Menschen etwas widerfahren ist in seinem Leben, das für ihn viel größer ist als er in Worte zu fassen vermag und an dem er andere Menschen teilhaben lassen möchte, um ihnen dasselbe Glück zuteil werden zu lassen, das er selbst erfahren hat. Und gerade das macht ihn dennoch zum Autor.

Das ist dem Erzähler nicht nur bei mir gelungen. Den Menschen, denen ich das Buch bereits geschenkt habe, ging es ähnlich. Und auch sein Platz in den Bestsellerlisten spricht dafür.

Wer sich also mit dem Thema Bestimmung im Leben und Warum bin ich hier? konfrontiert sieht, macht mit den 128 Seiten von John Strelecky nichts falsch.

Ich wünsche von ganzem Herzen viel Spaß beim Schmökern und ganz viele Aha-Effekte!

Hier geht es in Das Café am Rande der Welt: eine Erzählung über den Sinn des Lebens.

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