Der Blog für achtsame, kreative & ganzheitliche Lebenskunst. Werde Du selbst und sei, was Du bist.
Treppen

Achtsamkeitsübung #3: Auf Stufen und Treppen achten

Achte auf alle Stufen und Treppen, die Dir während des Tages begegnen.

Nimm diese Woche so oft es geht wahr, wenn Du gerade Stufen steigst.  Nimm die Bewegungen Deiner Füße und Beine wahr. Wie es sich anfühlt die Treppe zu steigen. Was nimmst Du körperlich wahr? Welche Gedanken begleiten Dich dabei?

Steigst Du auch in Deinem Kopf die Treppe hinauf?

Oder bist Du in Gedanken etwa schon oben und erledigst Aufgaben? Oder bist Du noch in der Vergangenheit? Grübelst über Dinge, die davor geschehen sind?

Wir alle haben am Tag viele verschiedene Aufgaben, nicht selten hetzt ein Termin den nächsten. Und zwischen all unseren Pflichten und Freizeitterminen rasen unsere Gedanken, jagen sich gegenseitig, drehen sich im Kreis und beißen sich selbst in den Schwanz. Fern unserer Wahrnehmung führen sie ein eigenes Dasein und beeinflussen uns trotzdem.

Parallel dazu führen wir nach Außen hin unser Leben weiter. Automatisiert. Ferngesteuert. Eben unbewusst. Wir laufen tagsüber an so vielen Menschen und Dingen vorbei, ohne sie wahrzunehmen. Wir sehen ohne wirklich zu sehen, hören ohne zu hören, spüren ohne zu fühlen. Unsere Tage – ein Matsch aus Geräuschen, Farben, Ereignissen. Nur wirklich prägnante Erlebnisse rütteln uns kurz auf, lassen uns aufwachen und beanspruchen unser Aufmerksamkeit, bevor wir danach wieder zurück in den Nebel der Unbewusstheit sinken und der Automatismus erneut unsere Handlungen steuert.

Über den Tag machen wir die unterschiedlichsten und vielfältigsten Bewegungen. Wir überqueren Straßen, durchschreiten Türen, setzen uns auf Stühle, legen uns auf Sofa und Bett, rennen nach Bahnen oder hetzen eilig zu Terminen. Wir bücken uns, knien, recken uns, strecken uns, um an Dinge heranzukommen, die sich nicht unmittelbar in unserer Reichweite befinden.

Nimm die Stufen wahr und verfolge achtsam Deine Füße

Lass Dich von jeder Stufe und Treppe ins Hier & Jetzt holen.

Nimm wahr, was Deine Füße für Bewegungen machen, wenn sie Treppen steigen. Wie fühlt es sich an, wenn die Beine den ganzen Körper nach oben drücken? Welche feinen Bewegungen machen die Füße und wie überträgt sich diese Bewegung auf den restlichen Körper?

Wenn Du die Zeit hast, verlangsame für einige Stufen Dein Tempo und gehe in Zeitlupe. Gehe mit Deiner ganzen Achtsamkeit tief in die einzelnen Bewegungen Deiner Füße und Beine hinein. Betrachte es so als würdest Du dies zum allerersten Mal tun. Lass damit zu, dass Du quasi eine ganz neue und einzigartige Erfahrung machst. Betrachte, wie „das Wunderwerk Körper“ beim Treppensteigen funktioniert.

Hast Du ein paar Stufen in Slow Motion bewältigt und die neue und wache Erfahrung wahrgenommen, gehe wieder in normalem Tempo weiter wie gewohnt die Treppe hinauf, bleibe aber weiter achtsam und schau, ob Du die Zeitlupenerfahrung auf die normale Geschwindigkeit Deines Gehens übertragen kannst.

Schau auch, welche Gedanken Dich beim Benutzen der Treppe begleiten. Hast Du es eilig? Hat die Eile wirklich einen guten Grund oder hetzt Du aus Gewohnheit?  Aus Termindruck? Oder um schnell nach Hause an den Essenstisch oder aufs Sofa zu kommen? Schau, ob Du Dich in einem Tempo bewegst, in dem Du Dich gerade wirklich bewegen willst. Oder tust Du es, weil Du noch im Arbeitsmodus bist, Dir noch immer vom Tag ein gewisses Stresslevel im Nacken sitzt und Dich noch antreibt?

All diese Dinge sind völlig legitim. Nimm sie so an wie sie da sind. Du musst dabei nicht zwingend etwas ändern. Verändere nur etwas, wenn Du feststellst, dass Dein Gefühl etwas anderes möchte als Du vielleicht im Automatismus tust und Dich Gedanken antreiben, die im Moment gar keine Relevanz haben.

♥ Viel Spaß im Hier & Jetzt! ♥

 

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