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Fluß

Mini-Meditation #2: Der Fluß

Themen: Veränderung, Wandel, Erneuerung, fließen, Geschmeidigkeit, seinen Weg finden, Loslassen, Hingabe

Der Fluß fließt. Er sucht sich seinen Weg. Von weit kommt er her. Seinen Ursprung hat er meistens, unserem Auge verborgen, oben in den Bergen, wo er entspringt und seine Reise ins Tal antritt. Egal, ob er an der Stelle, an der wir ihn besuchen, ein großer Fluß ist oder ein kleiner Bach. Sein Weg ist dennoch derselbe.

Das Fließen und der Wandel

Jedoch ist der Fluß niemals derselbe, auch wenn er immer der Fluß bleibt. Er ist nie derselbe, obwohl er seine Gestalt behält, doch erneuert sich ein Fluß permanent. Wenn Du an seinem Rand stehst und Deine Hand hineinhältst, so ist dies ein einmaliger Augenblick, wie jeder andere Augenblick im Leben auch. Auch wenn Du morgen noch einmal an dieser Stelle am Fluß bist und die Hand noch einmal hineinhältst, ist es nicht mehr derselbe Fluß. Er fließt schließlich immer weiter, trägt immer neues Wasser. Er hält niemals etwas fest. So finden wir zwar im nächsten Moment den Fluß noch als Fluß vor und er ist weiter, was er ist. Jedoch ist er gleichzeitig ein neuer.

Unaufhaltsam

Ein Fluß lässt sich nicht aufhalten. Um ihn zu stoppen, müssen Staudämme errichtet werden. 

Sanft umfließt und umspült er jedes Hindernis. Dennoch kann er, je nach Größe, auch immense Kräfte haben. Obwohl das Wasser eines Flußes so sanft wirkt, fließend, beinahe samtig, so dass man ohne Bedenken seine Hand oder die Füße hineinhalten kann, ist er in der Lage Stein zu formen und zu verändern. In Klamms und Wasserfällen kann dieses Phänomen gut beobachten. Die Felsen und Steine, die ständig mit dem fließenden Wasser in Berührung sind, sind sichtbar gezeichnet vom ständigen Kontakt. Sie wirken glatt, abgeschmirgelt, ausgehöhlt. 

Der Fluß ist nicht leise. Ganz im Gegenteil. Manchmal ist er sogar enorm laut. Dennoch ist er ein Botschafter der Stille und Kontemplation.

Die Mini–Meditation: Werde selbst zum Fluß und fließe mit dem Leben

Diese Meditation kannst Du drinnen als auch draußen in der Natur machen. Idealerweise natürlich an einem Fluß, der auch plätschernd fließt, falls Du das Glück hast, solch einen Ort in Deiner Nähe zu haben. 

  • Setze Dich möglichst aufrecht hin, entweder auf ein Kissen im kreuzbeinigen Sitz oder auch auf einen Stuhl. Richte es Dir bequem ein und komm ganz in Ruhe hier bei Dir an diesem Platz an. Komm langsam in Dir selbst an. Fühle Dich. Nimm Dich wahr. Nimm wahr, wie Du da sitzt. Schließe Deine Augen, wenn Du Dich dazu bereit fühlst und es Dir guttut. 
  • Nimm drei tiefe Atemzüge, die bis in Deinem Bauch gehen. Und lege dabei Deinen Fokus auf die Ausatmung. Lass mit jedem Ausatmen bewusst los, was Dich stresst, belastet oder nervt. Lass es einfach los und komm ganz hier bei Dir an.
  • Sei Dir bewusst, dass es jetzt gerade nichts anderes zu tun gibt als einfach nur zu sein. Genieße die Stille. Genieße Dein Sein. Genieße Deinen Atem, der frei fließt und Dich durch diese Meditation begleitet. Verweile eine Weile nur so bei Dir mit dem, was gerade da ist.
  • Lass nun das Bild eines Flusses vor Deinem geistigen Auge entstehen. Lass diesen Fluß die Größe und Stärke haben, die Dir in Deiner Imagination angenehm erscheint. Lass ihn so schnell oder langsam fließen, wie Du es magst und es zu Deiner momentanen Stimmung passt.
  • Hast Du das Bild des Flusses gut verinnerlicht und klar vor Dir, genieße sein Geräusch. Lass ihn plätschern und fließen. Lass das Fließen des Flusses in Deiner Vorstellung von allem begleiten, was für Dich dazugehört: Weht der Wind? Scheint die Sonne? Sind Grillen oder Vögel zu hören? Fließt der Bach über eine Wiese? Spürst Du das Gras unter Deinen Füßen?
  • Genieße das beruhigende Geräusch und die schöne Umgebung. Lausche ihm. Lass es Dich erfüllen. Lass das Geräusch Deinen ganzen Organismus erfüllen. Werde selbst zu dem Geräusch. Werde zum Fließen des Flusses und schließlich selbst zum Fluß.
  • Fühle dieses fließende Gefühl in Dir. Stell Dir vor, wie alles aus Dir herausfließt, was Dich belastet oder stresst. Stell Dir vor, wie der Fluß all diese Last davonträgt, sie wegspült und wie in Dir nur die Frische und Klarheit des jetzigen Moments bleibt.
  • Bleibe so lange in dem Fließen des Fließes, wie es Dir angenehm erscheint. Möchtest Du die Meditation beenden, lass die Bilder und Geräusche des Flusses langsam verblassen. Gerade so als entferntest Du Dich davon. Nimm drei tiefe Atemzüge, um Dich zu erfrischen, recke und strecke Dich, gähne, wenn Dir danach ist und öffne langsam die Augen, wenn Du dafür bereit bist der Welt wieder entgegenzutreten. Bewege Dich hinterher ein wenig, laufe herum und trink etwas Wasser, um auch weiterhin alles in Dir am Fließen zu lassen.

 

Solltest Du die Gelegenheit haben Dich bei dieser Meditation von Geräuschen begleiten zu lassen, biete ich Dir hier ein Beispiel. Gern kannst Du natürlich jedes andere Naturgeräusch eines Flusses Deiner Wahl nehmen. Schau Dich ruhig mal auf einschlägigen Plattformen um und such Dir etwas heraus, das Dich in der Meditation unterstützen kann.

Probiere auch gern mal den Unterschied zwischen Sound-Station mit Raumklang und der Musik über Kopfhörer aus. Für mich erzeugen Klänge, die entweder laut genug sind oder die ich über Kopfhörer höre, das Gefühl, ich sei komplett ausgefüllt mit der Musik. Bei manchen Meditationen kann das tatsächlich hilfreich sein und die Visualisierung enorm unterstützen.

 

♥ Ich wünsche Dir eine kraftvolle, wenn auch kurze Auszeit. ♥

 


Und hier geht es zu meinen anderen Mini-Meditationen:

Sei stark wie ein Berg, geschmeidig wie ein Fluß, tiefgründig wie ein See, verwurzelt wie ein Baum und flüchtig wie der Wind. 

Ich habe die Meditationen an schöne Sinnbilder in der Natur angelehnt, weil Natur einfach immer berührt und entspannt, wobei ich inspiriert wurde, von der Bergmeditation von Jon Kabat-Zinn. Ich hoffe sehr, sie sind auch Dir Inspiration und Ruhepol:

Mini-Meditation #1: Der Berg

Mini-Meditation #3: Der See

Mini-Meditation #4: Das Meer

Mini-Meditation #5: Der Baum

Mini-Meditation #6: Der Wind

 

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