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Körperliche Bedürfnisse

Achtsamkeitsübung #27: Die eigenen körperlichen Bedürfnisse achtsam wahrnehmen

Für uns Erwachsenen gehört es zum Teil dazu seine eigenen Bedürfnisse auch unter bestimmten Voraussetzungen und Umständen aufschieben zu können. Das ist im Alltag gut und auch nützlich. Doch leider tun das die meisten von uns mittlerweile viel zu oft und größtenteils auch unnötig, vor allem im beruflichen Kontext.

Sie gewöhnen sich regelrecht an ihre Bedürfnisse nicht mehr wahrzunehmen bzw. sie über jede Notwendigkeit hinaus zu übergehen.

Was brauchst Du zu welchem Zeitpunkt?

Sicher kennst Du das, wenn Du auf Arbeit irgendwann den Punkt erreicht hast, an dem Du unruhig, gereizt und ungeschmeidig wirst. Du fühlst Dich schlecht, irgendwie gestresst und hast den Eindruck, dass Dir alles zu viel wird.

In den meisten Fällen ist das der Punkt, an dem Du Deine körperlichen Grundbedürfnisse hast schon viel zu lange ignoriert und sie unter Pflichten vergraben hast, um noch anstehende Aufgaben abzuarbeiten und um sie endlich hinter Dir zu haben. Dabei missachtest Du einfach die Signale Deines Körpers, der Dir schon lange sagt, dass Du auf die Toilette musst, dass Dir Dein Magen vor Hunger bereits in den Kniekehlen hängt, Dich Durst quält oder Du einfach nur mal eine winzig kleine Pause brauchst, um Dich innerlich mal zu „resetten“.

Diese grobe und oft unnötige Missachtung Deiner Bedürfnisse stört das emotionale Gleichgewicht immens. Und das häufig, ohne dass eine direkte Not in Dir vorliegt bzw. handelt es sich dann um eine Not, die Du selbst so verursacht und hervorgerufen hast.

Sei gut in Kontakt mit Deinem Körper

Diese Woche ist die Herausforderung für Dich, Dir und Deinem Körper ganz nah zu sein und mal besonders zu lauschen, wann Bedürfnisse in ihm auftreten und wie schnell Du diesen nachkommst.

Nimm Dir im Alltag, egal ob auf Arbeit oder in Deiner Freizeit, immer wieder ganz bewusst Zeit, um darauf zu achten, was Dein Körper wirklich benötigt. Spüre in ihn hinein und lausche, was da aufkommt: Wann habe ich  Hunger? Wann habe ich Durst? Ist mir zu kalt oder ist mir zu warm? Brauche ich gerade Bewegung? Ist mir nach frischer Luft? Möchte ich grad sitzen oder lieber stehen? Habe ich noch genug Energie für diese Aufgabe oder brauche ich erst einmal eine kleine Pause? Muss ich auf die Toilette? Ist mir mal danach mir die Hände oder das Gesicht mit frischem Wasser zu waschen?

Auch ein Akt der Selbstliebe..

Was auch immer auftaucht, was sich auch zeigt, nimm es wahr und nimm es vor allem auch ernst. Versuche das Bedürfnis, das sich zeigt, zu erfüllen. Es ist eine achtsame Form sich um sich selbst zu kümmern. Eine aktive Form von Selbstliebe und somit die Möglichkeit die komplette Verantwortung für sich und seine Bedürfnisse und Wünsche selbst zu tragen.

Kümmere Dich so um Dich, wie Du es auch tun würdest, wenn es sich dabei um ein Kind handeln würde, das etwas braucht. Das gibt Dir die Chance zu reagieren, bevor das Unbehagen zu groß wird, Du Dich unwohl fühlst und auf Dein Umfeld – unberechtigter- und unnötigerweise – schroff und angespannt reagierst.

Dies ist nur eine kleine Übung, um wieder mehr Gleichgewicht in die doch oft verschobene, sogenannte Work-Life-Balance zu bringen, von der heute so oft die Rede ist und die dennoch kaum einer wirklich lebt.

♥ Viel Freude dabei Dir selbst wieder etwas näher zu sein, wenn es (vor allem im Beruf) sonst keiner ist. ♥


Möchtest Du gern die Kontaktaufnahme zu Deinem Körper intensivieren und Übungen zu dem, was unser Körper uns zu sagen hat, empfehle ich auch diese Achtsamkeitsübung.

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