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Schattenanteile

Achtsamkeitsübung #15: Deine Schattenanteile wahrnehmen (Teil 1)

Aus meinem Artikel über unsere Schattenanteile und ihre Auswirkungen auf uns und unser Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen heraus, ist diese Achtsamkeitsübung entstanden, die uns die Chance und Gelegenheit geben soll, uns endlich unseren verborgenen und vor uns selbst versteckten Seiten zu widmen.

Wir alle tragen diese Schatten in uns und immer wieder beeinflussen sie unser Verhalten und unser Handeln, gerade auch in Beziehungen und sozialen Kontakten. Um diese Mechanismen aufzudecken, die uns immer wieder hemmen, aufbringen oder Widerstand in uns aufkommen lassen oder gar zu Konflikten führen, ist es wichtig anzuerkennen, dass uns die Menschen, mit denen wir zu tun haben, bei dieser Übung als Spiegel dienen.

Zuerst einmal ist es im ersten Schritt wichtig anzuerkennen, was wir alle Großartiges und Wunderbares in uns tragen. Wir sind perfekt wie wir sind und müssen nicht anders sein, auch wenn wir diese Schatten in uns haben. Wie gesagt: Die haben, bis auf ganz wenige Ausnahmen, alle Menschen. Sie gehören zu uns. Ohne unsere Schatten gäbe es auch den Frieden nicht, die Freude.

Sei achtsam in all Deinen Kontakten und Beziehungen

Gehe daher mit aller Achtsamkeit in dieser Woche in Kontakte hinein. Achte gut darauf, was sich in Dir regt, wenn Du mit anderen Menschen zusammen bist. Nimm genau wahr, welche Gedanken und Gefühle Dich dabei begleiten.

Lege Deinen Fokus vor allem auf die Gefühle, die Dich Menschen in irgendeiner Art unterlegen fühlen lassen, weil Du Dein Gegenüber für etwas bewunderst oder beneidest, was der- oder diejenige an sich hat oder angeblich besser kann als Du selbst. Welche Gedanken begleiten diese Gefühle?

Nimm bewusst wahr, wenn Du an anderen Menschen etwas als angenehm, positiv oder gar etwas als  beneidenswert empfindest. Hier geht es um die reine Wahrnehmung dieser Gefühle und Gedanken. Du musst rein gar nichts weiter damit tun als Dir ihrer Existenz bewusst zu sein.

Erkenne die guten und bewundernswerten Anteile anderer als Deine eigenen an

Mach Dir dabei deutlich bewusst, dass das, was Du wahrnimmst, Anteile sind, die Du ebenfalls in irgendeiner Form in Dir trägst. Du erkennst sie nur deshalb, weil sie mit Dir in Resonanz gehen und darauf hinweisen, dass diese Teile ebenso auch in Dir vorhanden sind. Wären sie nicht auch in Dir, würdest Du sie auch nicht an anderen Menschen wahrnehmen können.

Integriere die Erfahrung und erkenne an als einen Teil Deiner Persönlichkeit, Deiner Menschlichkeit. Und mach Dir einmal bewusst, dass Du an anderen im Grunde nichts bewundern musst, ohne diese wunderbaren Eigenschaften und Anteile nicht auch in Dir selbst zu bewundern. Denn sie sind ebenso ein Teil von DIR.

Akzeptiere, was ist

Und dann akzeptiere, was Du wahrnimmst.

Fühle die Gefühle, die bei dieser Beobachtung aufkommen. Geh durch sie hindurch. Was macht der Kontakt gerade mit Dir? Was genau bewunderst Du? Was kannst Du für Dich mitnehmen aus der Begegnung?

Fühle alles, sowie die es aufkommt. Bewerte nichts davon, bleibe in der reinen Wahrnehmung. Akzeptiere vorbehaltlos alle Emotionen, die in Dir auftauchen. Versuche auch nicht sie zu verändern, zu dramatisieren oder gar irgendwie zu leugnen oder Dich vielleicht durch irgendeine Handlung von Deinen Gefühlen abzulenken.

Werde Dir bewusst darüber, dass nichts verkehrt ist, was auftaucht. Alles darf so sein wie es ist. Nimm die Gefühle an, die aufkommen, heiße sie willkommen, umarme sie und schenke ihnen den Raum, den sie gerade einnehmen wollen. Lenke das Licht Deines Bewusstseins auf sie und beobachte, wie sich mit der Zeit der Übung innerer Frieden eintritt. Innerer Frieden mit allem, was Dir begegnet und widerfährt.

♥ Ich wünsche Dir tiefgründige Erfahrungen dabei, Dich selbst zu erkennen und endlich wieder heim zu Dir selbst zu kommen. ♥

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