Schattenanteile

Achtsamkeitsübung #16: Deine Schattenanteile wahrnehmen (Teil 2)

Aufbauend auf die diesem Artikel vorangegangene Achtsamkeitsübung – Deine Schattenanteile wahrnehmen (Teil 1) – möchte ich Dich einladen  diese Woche Deinen Fokus auf die dunklen Schatten Deiner Persönlichkeit zu lenken.

Unleugbar tragen wir auch diese Schattenanteile alle in uns. Sie sind da, verstecken sich aber gut, tarnen sich als Bewertungen, äußern sich in Urteilen und nicht selten in Lästereien. Sie bringen uns dazu uns anderen Menschen überlegen zu fühlen und sie abschätzig zu behandeln oder zumindest schlecht über sie zu denken.

Daher geht es diese Woche darum, Dir auch dieser Anteile in Dir bewusst zu werden. Vom Grad der Negativität unterscheiden sie sich jedoch keinesfalls von den sogenannten „goldenen“ Schatten. Es ist schließlich für uns selbst kein schöner Akt, Fähigkeiten, die in uns stecken, zu verleugnen oder ungesehen zu lassen, nur weil wir nicht achtsam genug mit uns selbst sind, sie jedoch an anderen zu beneiden. Zumal letztlich auch Neid für viel Leid zwischen den Menschen und in der Welt sorgen kann. Und dass, obwohl es für Neid bei niemandem einen realen Grund gibt. Wir alle sind so perfekt (bzw. unperfekt, aus welcher Sicht man auch immer diesen Aspekt betrachten mag), dass Neid völlig unnötig und irrsinnig ist.

Verurteile nicht, was Du in Dir selbst siehst

Diese Übung kann für Dich unangenehmer sein als zu schauen, was wir an anderen bewundern. Jetzt geht es darum, feinfühlig zu werden mit unserer Wahrnehmung in jeglichen sozialen Kontakten mit der Ausrichtung auf Gefühle der Wut, des Neids, der Missgunst und des Verachtens. Hier geht es diesmal um viel negatives emotionales Potenzial in uns.

Achte in dieser Woche darauf, wann sich Deine Stimmung verändert, wenn Du mit jemandem zusammen bist. In welche Richtung verschiebt sie sich? Kannst Du wahrnehmen, wie zart und subtil sich dieser Wandel der Gefühle vollzieht und sich dann auswächst? Welche Gedanken lösen diese Gefühle aus und begleiten sie?

Auch das tragen wir alle in uns. Es bringt uns dazu, uns über andere Menschen zu stellen und uns ihnen überlegen zu fühlen. Das sind oft banale Dinge, in denen oft in Sekundenschnelle ein Urteil über einen Menschen gefällt wird aufgrund einer äußerlichen Unzulänglichkeit, die es nicht selten nur in unserem eigenen Betrachten gibt. Es ist quasi eine subjektive Einschätzung über jemanden oder etwas, zu dem wir uns so kein Urteil erlauben sollten, kein Urteil erlauben dürfen.

Gehe bei all diesen Beobachtungen liebevoll mit Dir selbst um. Verachte oder verurteile Dich nicht für das, was aufkommt. Denn damit öffnest Du Deinem Ego wieder ein Hintertürchen und alle Achtsamkeit ist hinüber.

Wie den Schattenanteilen begegnen?

Und das Schöne ist: Auch wenn diese Übung ihren Fokus etwas verlagert, wenn auch nur geringfügig, bleibt doch der Umgang mit den auftauchenden Gefühlen derselbe. Egal, was in Dir auftaucht, welche Gedanken und Emotionen Dir begegnen:

Akzeptiere, was Du wahrnimmst.

Fühle die Gefühle, die bei dieser Beobachtung aufkommen. Geh durch sie hindurch. Was macht der Kontakt gerade mit Dir? Was genau an der anderen Person lässt gerade Dein Unbehagen wachsen? Was kannst Du für Dich mitnehmen aus der Begegnung? Was spiegelt Dir Dein Gegenüber, was als Anteil also auch in Dir vorhanden ist und Du es „bewusst unbewusst“ übersiehst?

Dabei geht es weniger um Analyse als um Wahrnehmung. Die Übung (ebenso wie Achtsamkeitsübung #15) zielt darauf ab, Dir bewusst zu machen, wie vielschichtig Du bist und dass wir alle ALLES in uns tragen. Die ganze Palette der menschlichen Seins, auch wenn sich die ausgeprägten Anteile von Mensch zu Mensch unterscheiden, was wir letztlich als Persönlichkeit oder Charakter bezeichnen.

Fühle alles, sowie es aufkommt. Bewerte nichts davon, bleibe in der reinen Wahrnehmung. Akzeptiere vorbehaltlos alle Emotionen, die in Dir auftauchen. Sie gehören zu Dir. Versuche auch nicht sie zu verändern, zu dramatisieren oder gar irgendwie zu leugnen oder Dich vielleicht durch irgendeine Handlung von Deinen Gefühlen abzulenken. Nimm einfach nur wahr.

Werde Dir bewusst darüber, dass nichts verkehrt ist, was auftaucht. Alles darf so sein wie es ist. Nimm die Gefühle an, die aufkommen, heiße sie willkommen, umarme sie und schenke ihnen den Raum, den sie gerade einnehmen wollen. Lenke das Licht Deines Bewusstseins auf sie und beobachte, wie mit der Zeit der Übung innerer Frieden eintritt. Innerer Frieden mit allem, was Dir begegnet und widerfährt, weil alles in uns und um uns herum so seine Berechtigung hat, wie es ist.

♥ Ich wünsche Dir tiefgründige Erfahrungen dabei, Dich selbst zu erkennen und endlich wieder heim zu Dir selbst zu kommen. ♥

 

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