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Achtsamkeitsrituale

Achtsamkeitsrituale – Alltäglichen Tätigkeiten einen achtsamen Sinn verleihen

Achtsamkeit hat mit Aufmerksamkeit zu tun. Und zwar handelt es sich dabei um Aufmerksamkeit mit einem gewissen Etwas. Achtsamkeit ist Aufmerksamkeit, derer wir uns bewusst sind. Wir nehmen sie wahr, wir gestalten sie aktiv. Wir werden Zeugen unseres Selbst. Wir werden zum Beobachter unseres Tun und Handelns, unseres Denkens, Fühlens und Erlebens. Wenn wir achtsam sind, wissen wir, dass wir tun und was wir tun, denken, fühlen und sagen. Nichts entgeht uns. 

Achtsamkeit sucht nichts, braucht nichts, vermisst nichts. Weil alles bereits da ist.

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Unser Alltag besteht aus immer wiederkehrenden, fast schon automatischen, mechanisch wirkenden Handlungen. Das ist nicht gänzlich schlecht, weil uns auf diese Weise eine Effizienz inne ist, die uns den Alltag auch erleichtern kann, weil uns viele Tätigkeiten schnell und gut von der Hand gehen. Doch birgt diese gewohnheitsmäßige, routinierte Tun auch Risiken. 

Gerade in unserer schnelllebigen, auf Effektivität getrimmten Leistungs- und Stressgesellschaft neigen wir immer mehr dazu alltägliche Verrichtungen zu optimieren, um noch mehr leisten zu können, um noch mehr zu schaffen innerhalb eines uns vorgegebenen oder selbst vorgenommenen Zeitraums. Nur fangen wir hinterher selten etwas mit der dadurch gewonnenen Zeit an. Vorausgesetzt wir handeln überhaupt leistungsoptimiert, um Zeit zu gewinnen und nicht allein nur dafür, um noch mehr von dem zu schaffen, was wir tun (müssen) und dass uns ablenkt von unserem eigentlichen Sein.

Achtsamkeit kostet keine Zeit

Um achtsam zu sein, musst Du keine Zeit investieren. Du musst Dir dafür keine Mitgliedschaft in einem Verein besorgen und damit auch keine Beiträge bezahlen. Du musst an keinem bestimmten Ort sein und Achtsamkeit ist auch nicht an eine Uhrzeit gebunden. Du brauchst dafür nichts anzuschaffen und keinen Platz im Terminkalender reservieren. 

Unpünktlichkeit

Um achtsam zu sein, reicht es aus alltägliche Dinge, die wir alle sowieso tun müssen, achtsam zu gestalten. Das heißt, wir trennen uns von dem Ich-mache-mehrere-Sachen-gleichzeitig-Modus ebenso wie wir aussteigen aus dem Ich-grüble-über-Vergangenes-und-hege-Hoffnungen-und-Wünsche-für-die-Zukunft-Hamsterrad. 

Die Jagd nach uns selbst

Wir brauchen uns nicht länger selbst anzutreiben, um uns nicht selbst spüren zu müssen, immer getrieben durch Tun und Handeln, um vor uns selbst und dem, was wir in uns entdecken würden, zu flüchten. Das wiederum stresst uns zusätzlich zu dem, was uns im Leben durch all unsere Aufgaben sowieso schon alles zu bewältigen haben.

Irgendwann sind wir wie getriebene Tiere, die Angst haben stehen zu bleiben, weil der Feind sie einholen könnte. In unseren Falle sind der Feind nur wir selbst. Wir jagen uns selbst und bemerken es in den meisten Fällen nicht einmal.

Wir Menschen geben uns heute nicht mehr die Chance dazu, nichts zu tun. Schauen wir einmal ganz genau hin, tun wir immer irgendwas. Selbst dann, wenn wir meinen, nichts zu tun, tun wir etwas:

Wenn wir fernsehen, liegen wir dabei auf dem Sofa und folgen einer Handlung. Oft meinen wir nichts getan zu haben, doch einer Handlung zu folgen, ist natürlich auch ein Tun. Und als reiche dies noch nicht aus, bleibt es oft nicht dabei nur der Handlung des Films zu folgen, sondern wir beschäftigen uns nebenbei noch. Wir schauen nebenbei aufs Smartphone, lesen Nachrichten von Freunden, die wir dann auch gleich noch beantworten. Oft verbinden wir einen Film, eine Dokumentation oder die News mit einer Mahlzeit. Einfach nur zu essen, kommt uns oft langweilig vor, also checken wir nebenbei unsere Mails, surfen durch die sozialen Netzwerke oder lassen uns von einem Film berieseln. 

Selten sind wir heute nur noch mit einer einzigen Tätigkeit beschäftigt. Obwohl wir inzwischen wissen, dass Multitasking ein Mythos ist, machen wir immer häufiger zwei oder mehrere Dinge gleichzeitig. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben wir hinterher von beiden nicht alles wirklich wahrgenommen.

Achtsam oder unachtsam – DAS ist hier die Frage

Viele von den oben beschriebenen alltäglichen Dingen, die wir bereits regelrecht mechanisch ausführen, machen wir nicht mehr gern und gestalten sie daher oft lieblos und schnell, weil sie uns wie eine lästige Pflicht erscheinen oder wir nutzen sie, um unseren Gedanken nachzuhängen, was schnell in Grübeleien endet, im Sorgen, im Ängstigen, im Hoffen und Bangen, im Planen, Bereuen oder auch einfach nur in im Kopf geführten Dialogen, die so wahrscheinlich niemals stattfinden werden. Schauen wir nicht hin und sind wir unachtsam, beginnt unser Verstand sein Eigenleben und mißbraucht uns. 

Aber das muss so nicht sein. Gerade in den Situationen, in denen wir wirklich ausschließlich nur noch tun können, was wir tun, sollten wir die Gelegenheit zur Achtsamkeit nutzen. Schließlich ist Achtsamkeit nicht nur ein netter Zeitvertreib, damit uns nicht langweilig wird, sondern Achtsamkeit bringt uns tief hinein in die Gegenwart, ins JETZT. Es läßt uns eintauchen in die Wirklichkeit, die uns von Moment zu Moment zu Moment neu umgibt. Achtsamkeit ist keine modische Neuerscheinung, die man tut, weil es hipp ist, sondern um uns selbst und unsere eigene Realität zu erkennen. Sie hat positive Auswirkungen auf unsere körperliche und seelische Gesundheit und ist für alle Menschen gleichermaßen heilsam. Ganz besonders für die, die unter Stress und Stresssymptomen leiden. 

Mit Achtsamkeit zurück zu uns selbst

In einer Zeit, in der alles schnell gehen soll, wir von einer Handlung zur nächsten hetzen, kaum eine Pause einlegen und wenn, uns selbst in diesen noch mit irgend etwas beschäftigen und uns damit beinahe pausenlos mit Informationen und Reizen selbst überfluten, ist Achtsamkeit pure Heilung, ohne Nebenwirkungen und ohne die Gefahr von Resistenzen. 

Achtsamkeit hilft uns wieder in den Takt zu kommen mit unserem eigenen Leben, wieder hineinzufinden in unseren ureigenen und ganz individuellen Lebensrhythmus, unser eigenes Tempo zurückzugewinnen und die Dinge um uns herum wieder wahrzunehmen, die da sind und vor allem auch, wie sie sind. Achtsamkeit lässt uns herausfinden, was für uns wichtig ist und was nicht. 

Achtsamkeit lässt uns tun, was wir tun. Wir müssen nichts anders machen als bisher. Wir brauchen nur den Fokus zu verändern. Wir brauchen nur bewusst zu werden über das, WAS wir tun. Wir brauchen dazu nur einzutauchen in das JETZT, denn eine andere Zeit gibt es nicht. Denn das Vorhin oder Gestern ist bereits vergangen und das Nachher oder Morgen ist noch nicht existent und wird vielleicht bzw. wahrscheinlich auch nicht so, wie wir es uns vorstellen, wünschen oder erhoffen. 

Achtsamkeitsrituale schaffen 

Daher möchte ich Dich nun dazu inspirieren, hier und da in Deinem Alltag kleine Achtsamkeitsrituale einzuflechten, vor allem bei den Tätigkeiten, die man nur einzeln machen kann und die uns meistens entweder dazu animieren, sie deswegen schnell durchzuführen oder wir uns nebenbei in unproduktiven Gedanken und Grübeln verlieren. 

Gut eignen sich dabei beispielsweise der Akt des Duschens oder Badens, aber auch Tätigkeiten im Haushalt wie der Abwasch, das Aussagen des Wohnraums oder auch das Wäscheaufhängen. Es es völlig egal, um welche Tätigkeit es sich handelt, die Achtsamkeit ist stets dieselbe und lässt sich auf alles anwenden, was Du im Leben tust. Es gibt kein Handeln, das achtsam nicht möglich wäre. Selbst Toilettengänge können achtsam begangen werden. 

Achtsamkeit funktioniert immer und überall

Hast Du das Prinzip der Achtsamkeit erst einmal verstanden, kannst Du es auf jede erdenkliche Situation in Deinem Leben selbständig anwenden. Du kannst aus allem eine Achtsamkeitsübung werden lassen und Du wirst feststellen, dass es Dir niemals mehr langweilig ist. Denn in unserem Inneren ist in Verbindung mit der Umwelt und unserem Handeln so enorm viel los, das sich dazu auch noch von Augenblick zu Augenblick verändert, dass Du bald merkst, dass Dein Tun im Außen abnimmt. Du bist nicht mehr getrieben ständig etwas zu tun und Dich und Deine Hände bzw. Deinen Kopf zu beschäftigen. Dein Verstand lernt mit sich selbst zufrieden zu sein.

Das hat auch nichts mit penibler Dauerselbstanalyse zu tun, sondern dient dazu, die Realität als das zu betrachten und anzunehmen, was sie ist. Wir beschönigen nichts, aber dramatisieren auch nicht. Wir fügen der Realität nichts hinzu und lassen nichts weg. Wir nehmen an, was ist, und zwar so, wie es von Moment zu Moment geschieht, mit allen Veränderungen, die stetig eintreffen. Der Wandel der Dinge ist das einzig Konstante, dessen wir uns sicher sein können. 

Dieses achtsame Tun in alltäglichen Dingen entspannt und entschleunigt unsere aus den Fugen geratene und durch die Gesellschaft ungünstig beeinflusste Lebensweise.

Hier geht es zu ein paar Vorschlägen und Anregungen für alltägliche Handlungen, die mit Achtsamkeit durchgeführt eine ganz neue Qualität bekommen. Und wie gesagt, hast Du das Prinzip verinnerlicht, kannst Du es auf alles in Deinem Leben anwenden. 

Ich wünsche Euch von Herzen einen entspannten und achtsamen Alltag.

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