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Zähne putzen

Zähne putzen als Achtsamkeitsritual

Wir alle tun es jeden Tag mindestens zweimal. Die Notwendigkeit des Zähneputzens ist uns allen klar. Nichtsdestotrotz ist es für die meisten von uns eine Tätigkeit, die viele Menschen langweilt und offensichtlich dazu einlädt mehrere Dinge parallel zu erledigen. Man sieht Menschen mit der Zahnbürste im Mund durch die Wohnung flitzen, um sich nebenbei die Haare zu kämmen, Dinge zusammenzupacken, Kaffee zu kochen, den Nachrichten im Fernsehen zu folgen oder auch fix in einen Hefter zu schauen, um den Lernstoff für den Tag noch einmal durchzugehen.

Aber auch hier gilt: Was wir nur halbherzig machen, ist nicht wirklich gemacht und wir müssen es zur Not später noch einmal nachholen oder tragen eine Konsequenz davon. Weil wir eben die Zähne nicht ordentlich geputzt haben oder die andere Tätigkeit in irgendeiner Form in ihrer Gründlichkeit gelitten hat. Außerdem birgt es immer Stresspotenzial in sich, wenn wir zwei Dinge zur gleichen Zeit zu erledigen versuchen.

Es ist an der Zeit, auf achtsame Weise etwas zu verändern.

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Sich die Zähne zu putzen, beansprucht nicht so besonders viel Zeit. Dennoch machen viele Menschen in den 2 – 3 Minuten des sorgsamen Bürstens nebenbei andere Dinge oder verkürzen die Putzzeit sogar. Drei Minuten werden empfohlen bei einer herkömmlichen Handzahnbürste. Die elektrischen Zahnbürsten sind auf einen zeitlichen Intervall von je 30 Sekunden pro Quadranten eingestellt. Das heisst, dass wir insgesamt 2 Minuten putzen müssen, bevor uns die Zahnbürste über Vibrationssignal zu erkennen gibt, dass die Zeit des Putzens vorüber ist. Gut ist immer, wenn ein Timer in der Nähe ist, der uns anzeigt, wie lange wir tatsächlich putzen. Die meisten Menschen kennen sicher noch die kleine Sanduhr, die uns in unserer Kindheit angezeigt hat, wie lange wir putzen müssen.

Zähne putzen

Zwei oder drei Minuten klingt erst einmal nicht viel, doch die Menschen, die eine Handzahnbürste benutzen sind schnell gelangweilt. Und noch mehr die, die eine elektrische Zahnbürste nutzen, da das noch weniger Aktion unsererseits benötigt. Im Grunde halten wir die Zahnbürste nur noch, führen sie langsam über die Zähne und warten bis das Abschlusssignal anzeigt, dass die Zeit um ist. Es bleiben also mindestens 2 Minuten, in der unser Verstand abschweifen kann, sich in inneren Dialogen verstrickt, sich (wieder einmal) Sorgen macht und Ängste wälzt, den Tag organisiert und Dinge hinterfragt, vielleicht aber auch wütend oder bereuend ist.

Doch Zähneputzen geht auch achtsam und mit wacher Bewusstheit.

Ein achtsamer Start in den Tag

Beginne doch den Tag erfrischt und frei von schon gleich morgens auf Dich einströmenden Gedanken, noch ganz bei Dir selbst und doch unmittelbar mit dem Leben verbunden.

Und zwar ganz einfach nur dadurch, dass Du achtsam bist: Schenke Dir also gleich morgens schon beim Zähneputzen ein paar achtsame Momente, indem Du wach wahrnimmst, was Dir während dem Akt des Putzens begegnet:

  • Wie fühlst Du Dich vor dem Zähneputzen? Ist Dir das morgendliche Gefühl im Mund unangenehm und sehnst Dir die Zahnreinigung herbei? Ist Dir vielleicht frisch, während Du am Waschbecken stehst? Oder freust Du Dich vielleicht auf die anschließende Dusche?
  • Wie fühlt sich das Wasser an, mit dem Du den Mund befeuchtest? Kannst Du die Zahnpasta schon riechen, bevor Du die Zahnbürste überhaupt im Mund hast? Morgens ist auch unser Geruchssinn noch unverbraucht und nimmt intensiver wahr als sonst.
  • Und wenn Du dann mit dem Putzen beginnst, kannst Du gern auch mal die Augen schließen und fühlen, was passiert: Wie sich die Zahnpasta auf der Zunge anfühlt. Ob sie brennt und ein scharfes Gefühl hinterlässt. Oder Du kannst spüren, wie sich beim Putzakt der Schaum entwickelt, es immer mehr Flüssigkeit im Mund wird, die Du sogar ausspucken musst oder lässt Du es einfach nur über das Waschbecken gebeugt über die Unterlippe laufen?
  • Spüre hinein, wie Du Dich jedem einzelnen Zahn widmest.
  • Nimm war, was es mit Dir macht, wenn die Zeit um ist, Du den Putzvorgang beenden und den Mund ausspülen kannst.

Mit Achtsamkeit verfliegt die Zeit

Wenn Du mit solcher Aufmerksamkeit Deine Zähne putzt, wirst Du schnell feststellen, dass die Zeit im Nu verfliegt. Man hat noch gar nicht richtig begonnen alles wahrzunehmen, da piepst der Timer schon. Oder man schlägt irgendwann die Augen auf, um zu schauen, wie viel Sand noch durch die Sanduhr rieseln muss und stellt überrascht fest, dass sie bereits durchgelaufen ist.

Und auch wenn es nicht viel Zeit kostet und Zähneputzen nicht weggelassen werden kann, können wir diese Dauer angenehm gestalten und mit uns selbst achtsam sein. Jede mit Achtsamkeit verbrachte Minute am Tag schenkt uns pures Sein, schenkt uns einen Moment unverstelltes, reales Leben und ein kostbares Stück vom Hier & Jetzt. Es schenkt uns Zeit mit uns selbst. Und nichts in diesem Leben hier ist so wertvoll wie Zeit mit uns selbst.

Es ist ein toller Start für den Tag. Nutze auch Du die Kraft des Jetzt in solch kleinen alltäglichen und lebensnotwendigen Gegebenheiten.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Entdecken der kleinen Dinge.

Weitere Anregungen für achtsame Alltagsgestaltung findest Du hier:

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