Limette als Deo

Weg mit der Chemiekeule unter der Achsel – Her mit der Limette

Kennst Du das? Schon wieder eine Meldung in den Medien, dass wieder ein Produkt aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe als „krebsauslösend“ oder „gesundheitsgefährdend“ eingestuft wird. Es gibt einen Aufschrei von der einen Seite, während die andere alle Vorwürfe zurückweist und Schreiben an die Öffentlichkeit rausgibt, die aussagen, dass in Kritik geratenes Produkt ohne Einschränkung und gesundheitliche Gefährdung weiterhin genutzt werden kann.

Uns erreichen unterschiedliche und nicht selten widersprüchliche Informationen und zurück bleiben weitreichende Fragen: Was kann man überhaupt noch an seinen Körper ranlassen?! Mit was pflegt man sich am schonendsten? Was ist mit dem Schutz unserer Umwelt? Dem unserer Kinder? Was soll man glauben? Und muss man sich überhaupt Gedanken darum machen?

Beinahe wöchentlich gibt es neue Mitteilungen über einen der zahlreichen medialen Wege, was inzwischen alles als krebsauslösend oder gesundheitsschädigend eingeschätzt wird. Immer wieder sind zahlreiche Inhaltsstoffe der Kosmetikbranche (als auch der Lebensmittelindustrie) in Kritik geraten bestimmte Erkrankungen und vor allem Krebsarten zu begünstigen. Die Diskussionen über endokrine Disruptoren, Parabene und Aluminiumsalze sind noch relativ frisch und klingeln dem einen oder anderen sicher noch in den Ohren.

Viele Begriffe davon sagen uns gar nichts. Die meisten von uns haben keine Ahnung, worum es sich dabei handelt, weil uns jegliches chemisches Grundverständnis fehlt. Die Fülle der negativen Schlagzeilen und der Warnungen der Verbraucherschützer überfordern uns. Schnell haben wir das Gefühl, den Informationen nicht mehr folgen zu können und im Grunde dem Krebs (welchem letztlich auch immer) sowieso entgegenzulaufen, es sei nur eine Frage der Zeit, wann er zuschlägt. Und beim ersten kleinen unbekannten Ziepen oder beim Ertasten einer Unregelmäßigkeit am eigenen Körper bricht Panik aus, ob man nun selbst an der Reihe ist mit einer solch schwerwiegenden Diagnose.

Panikmache oder echte Gefahr?

Immer wieder ist Brustkrebs ein Thema in den Medien. Seit Jahren steigen die Zahlen der Betroffenen stetig an und verleihen einem den Eindruck als sei es mittlerweile „normal“ als Frau an dieser Krebsart zu erkranken. Sie ist inzwischen die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in allen Staaten der industrialisierten Welt. Und seit den 80er Jahren habe sich die Zahl der Erkrankungen mittlerweile verdoppelt. Viele Tausende sterben jährlich daran. Und fast jeder kennt mindestens eine Frau in seinem Umfeld, Bekannten- oder Verwandtenkreis, die unter dieser Form von Krebs leidet, litt oder gar dieser Krankheit erlegen ist.

Seit einigen Jahren stehen nun gerade vermehrt Deodoranten und Antitranspiranten in dem Verdacht vor allem Brustkrebs zu begünstigen (Aber nicht nur Krebs tritt gehäufter auf. Auch Allergien und Unverträglichkeiten nehmen stetig zu.). Forscher gehen davon aus, dass es daran liegt, dass die Achseln, also die Stellen, auf die wir die entsprechenden Stoffe auftragen, so nah am dort angesiedelten Lymphsystem auftragen. Die Haut ist dort durch die Wärme besonders aufnahmebereit. Und schlecht sitzende und einschneidende BHs, im schlimmsten Falle gar Bügel-BHs, schneiden dann in dem Bereich auch noch den Lymphfluss ab, die Giftstoffe können nicht richtig abtransportiert werden und stauen sich in diesem Bereich und lagert sich im empfindlichen Brustgewebe ein, wo es dann entartet und zu Krebs führt (so meine laienhafte Zusammenfassung).

Und ohne Zweifel ist das nur ein winzig kleiner Aspekt eines Lebens mit vielen liebgewonnenen Gewohnheiten einer überflussorientierten Industriegesellschaft. Weitere unserem Organismus nicht zuträgliche Faktoren lauern industrialisierten und raffinierten Nahrungsmitteln, Haushaltsreinigern, synthetischen Duftstoffen und Lufterfrischern für Innenräume, dem Wandel der Gesellschaft unterworfene Veränderungen in den Lebensumständen, Umweltgifte und die zunehmende Vermüllung unseres Planeten.

Der Mensch – ein Wesen der Natur

Auch wir Menschen sind natürliche Wesen, egal wie industrialisiert unsere Umwelt auch sein mag. Und im Grunde hält die Natur für uns alles bereit, was wir brauchen. Grad im Bereich Hygiene und Kosmetik braucht es nicht viel, um uns ausreichend zu reinigen und zu pflegen (vorausgesetzt natürlich, es liegt keine medizinische Indikation vor).

Es ist also absolut unnötig uns mit fremden Düften zu schmücken. Das vernebelt unsere Sinne, löst schnell Kopfschmerzen und/oder Allergien aus und stumpft unsere feiner Wahrnehmung ab, die wir doch brauchen, um uns zwischenmenschlich zurechtzufinden.

„Jemanden riechen können“ ist nicht nur so ein dahingesagter Ausspruch, sondern hat tiefere Bedeutung, vor allem bei der Partnersuche und Partnerwahl. Und ursprünglich zielte dieser nicht auf den Geruch des Deos oder Parfüms des Gegenübers ab, sondern meinte die viel feinere und unterschwellige Wahrnehmung des natürlichen Körpergeruchs unseres Gegenübers.

Patrick Süßkind hat dies in seinem Roman „Das Parfüm“ sehr anschaulich beschrieben.

Unsere Haut – wie raus, so rein?!

Unsere Haut ist unser größtes Organ. Sie stellt die Begrenzung zwischen unserem Organismus und der Umwelt dar und stellt damit ein sogenanntes Hüllorgan dar, das unseren Körper und unsere Organe vor chemischen und mechanischen Einflüssen schützt. Die Haut wehrt mit ihrem Säureschutzmantel allerlei Krankheitserreger ab, ist für uns über verschiedene Tastkörperchen wichtiges Sinnesorgan, welches uns Druck, Schmerz und Temperatur vermittelt und über das wir natürlich auch Berührung und Zärtlichkeiten wahrnehmen können.

Auch hat die Haut Anteil am Wasserhaushalt, indem sie einerseits den Körper vor Austrocknung schützt und andererseits Flüssigkeit und Salze abgibt. Sie ist ein semipermeables Organ, dass heißt, sie kann einerseits Stoffe nach außen abgeben, aber im Umkehrschluss ebenso welche aufnehmen.

Gerade die Achseln sind ein sehr empfindlicher Bereich. Immer herrscht dort warmes Klima, die Poren deswegen leicht aufnahmebereit. Außerdem rasieren sich viele Menschen ihre Achseln aus hygienischen Gründen, was dort zu kleinen Wunden führen kann, durch die dann zusätzlich und noch schneller Stoffe in unseren Körper gelangen. Außerdem liegt, das Lymphsystem betreffend, eine relativ große Lymphknotenstation unter der Achsel. Hier wandern die Giftstoffe, die unter die Achsel geschmiert werden, dann hin und werden hoffentlich ordnungsgerecht verwertet und abtransportiert.

Wenn es das nicht macht und der Lymphfluss eventuell zusätzlich in dem Bereich gestört wird durch beispielsweise schlechtsitzende oder zu enge (Bügel-)BHs kann es zu einer Erkrankung des Brustgewebes kommen.

Deos und Antitranspiranten sind deshalb so gefährlich, weil sie nicht selten täglich mehrmals immer wieder neu aufgetragen werden, oft auch nachts verwendet werden und sie somit bei vielen Menschen quasi dauerhaft auf und auch im Körper wirksam sind und Unheil anrichten können.

Limette als natürliche Alternative zu Deo und Antitranspirant

Die Lösung für all das: Weglassen, was zweifelhaft ist, und Alternativen suchen, die möglichst naturbelassen und so wenig wie möglich chemisch hergestellt oder verändert sind.

Da werden die Meisten aufschreien, wenn es um das Thema Schwitzen und die Benutzung von Deo geht. Viele denken, da braucht es etwas ganz besonders Starkes, um den normalen Funktionen unseres Körpers in unserer doch inzwischen in vielen Bereichen sehr künstlich gewordenen Welt entgegenzutreten. Schwitzen und Schweißgeruch sind ja heutzutage nicht nur verpönt, sondern richtiggehend eine Schande. Dabei schwitzen wir alle (mehr oder weniger).

JEDER Mensch schwitzt!!!

Und leider höre ich immer öfter den Satz: „Dafür gibt es doch Deo! Man muss heute nicht mehr so riechen!“ Es ist wie ein gesellschaftlicher Zwang geworden. Wir machen jedoch unsere Welt nicht dadurch besser, dass wir uns alle von unserer Natürlichkeit entfernen und uns selbst mit künstlichen Düften übertünchen.

Du brauchst:

  • einfach nur eine Bio-Limette

Anwendung:

Diese schneidest Du lediglich auf und reibst sie Dir nach dem Baden oder Duschen direkt auf die getrocknete Haut. Den Rest der noch nicht verwendeten Limette legst Du am besten mit der Schnittfläche nach unten auf einen Teller oder in ein Schüsselchen und bewahrst sie im Kühlschrank auf. Dort hält sie bis zu einer Woche. Das abgeschnitten Stück kannst Du mehrere Tage verwenden, indem Du jeden Tag ein wenig an der Frucht presst bis der Saft zutage tritt. Ist das Stück ausgelaugt, schneidest Du Dir vom Rest der Limette einfach wieder ein neues Stück ab bis die Limette aufgebraucht ist und Du eine neue verwenden musst.

Achte darauf, dass die Limette wirklich aus biologischem Anbau stammt. Das ist das einzig Wichtige. Bei Limetten aus konventionellem Anbau wurde die Schale mit Chemikalien behandelt, die Du dann bei der Benutzung wiederum unter unsere Achseln schmieren würdest.

Ein neues Körpererleben

Diese Form des Deodorierens wird Dir ein neues Körpergefühl geben. Anfangs kann dies vielleicht sogar ein wenig mit Unsicherheit einhergehen, weil man sich plötzlich „ungeschützt“ fühlt und es braucht ein wenig Zeit für die Umstellung des Körpers, der nun wieder seinen natürlichen Vorgängen nachgehen kann. Gerade wenn man längere Zeit, vielleicht gar jahrelang Antitranspiranten benutzt hat, hat man zu Beginn gar kein Gefühl mehr für das Schwitzverhalten des eigenen Körpers. Dann fällt schnell auf, dass wir uns oft auch unangemessen kleiden, meistens – vor allem im Winter in geschlossenen Räumen – viel zu viel tragen. Auch geben synthetische oder chemisch gefärbte Stoffe zusammen mit dem natürlichen Schweiß geruchlich eine sehr eigenwillige Mischung ab und es kann dann Anlass sein, auf Kleidung aus Naturfasern und Baumwolle zu achten.

Auch wirst Du merken, dass man langsam mit dem Abstand von Deo und Parfüm wieder sensibler auf Gerüche wird, sich die olfaktorische Wahrnehmung verfeinert, man achtsamer ist, was man an seine Haut heranlässt und wie man sich generell fühlt.

In meinen Augen sind das Errungenschaften, die sich tatsächlich lohnen. Und gesundheitlich auf Dauer ist man mit der Limetten-Deo-Variante definitiv besser dran.

Generell kann die ganze Körperpflege sehr natürlich, einfach und minimalistisch gehalten werden.


Buchempfehlung zum Thema:

Das Buch besticht nicht durch schriftstellerisches Talent, dafür aber in Aussagekraft.

Walter Mauch war Mediziner, der seine revolutionären Erkenntnisse über Haushaltschemikalien und Kosmetika in diesem Buch zurückgelassen hat, um die Menschheit zur Umkehr aufzufordern. Eine Umkehr zurück zur Natur.

Hier gehts zum Buch:

Die Bombe unter der Achselhöhle: Praktische Tips für eine gesunde Familie (Bettendorf bei Herbig)

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