Herbstmüdigkeit

12 Tipps gegen Herbstmüdigkeit und Seelenschwere

Nun ist er da, der Herbst. Gerade war noch Sommer und plötzlich sind wir mitten im Herbst angekommen. Ich erinnere mich noch gut an die wunderschönen Wochen, die uns auch der Oktober noch einmal geschenkt hat als der Spätsommer mit all seiner Kraft zurückkam und uns allerschönsten Sonnenschein, gepaart mit wohltuender Wärme und T-Shirt-Wetter, bescherte. 

„Herbst ist Leben, das in die Tiefe geht.“

(Monika Minder)

Hier in Sachsen waren zu diesem Zeitpunkt für uns gerade Herbstferien und ich war noch einmal für ein paar Tage in den Spreewald gefahren, den ich sehr gerne besuche, weil er von uns aus quasi nur ein Katzensprung entfernt ist und mich innerhalb einer kurzen Fahrt von knapp zwei Stunden in eine andere Welt zaubert. Er ist einer der wenigen Orte, die ich tatsächlich regelmäßig besuche. Immer wenn ich keine Zeit für größere Reisen habe oder mal eine kurze Auszeit brauche, bietet sich für mich der Spreewald an. Und ich bin noch nie enttäuscht worden. Allerdings kenne ich diese Region meistens bei kühlem bis wirklich kaltem Wetter. So wie man den Spreewald aus den berühmten Spreewaldkrimis kennt: diesig, grau, kalt, klamm. Bodennebel, der durchs Unterholz wabert. Alles wirkt irgendwie mystisch, geheimnisvoll, fast wie im Märchen. Und erlebt man es persönlich, weiß man, warum es Kulisse für Krimis sein kann. Und gleichzeitig ist der Spreewald gemütlich, anheimelnd und wunderschön von der Vegetation her. Ich verbinde den Trip dorthin dann meistens auch gleich noch mit einem Besuch in der Spreewaldtherme. 

Diesmal habe ich den Spreewald nun auch noch in dieser wunderschönen und wirklich überaus überwältigenden Farbenpracht erleben dürfen, wie ihn die Natur dieses Jahr in meinen Augen noch viel überwältigender gestaltet hat als sonst schon. Ich hatte das Gefühl, dass der warme und lange Sommer mit aller Kraft Farbe in die Natur gezaubert hat, der kaum Worte findet und einen Wandel vollbracht hat, der noch intensiver vonstatten ging als er es sonst schon tut.

Dafür kam dann der Herbst plötzlich und in schnellen Schritten

Und der Übergang zwischen den Jahreszeiten war kurz. Ganz ähnlich dem, wie wir es auch im Übergang zwischen Frühjahr und Sommer bereits erlebt haben. Die Temperatur sank, die Bäume wechselten täglich ihre Farbe, man konnte dabei zuschauen, wie die Blätter fielen. Selbst wenn man täglich in der Natur unterwegs war, konnte man den Wandel unmittelbar miterleben. Alles ging ganz schnell und dauert momentan auch noch an. 

Durch diesen ausladenden und langanhaltenden Sommer war der Übergang und Wechsel von Spätsommer zu der Zeit der inneren Einkehr, die der Jahreskreis zum Ende eines jeden Jahres in Hinblick auf die vorweihnachtliche Zeit immer so mit sich bringt und die meines Empfindens nach von Jahr zu Jahr stärker zu spüren ist, extrem kurz.

Unser Organismus hatte kaum die Gelegenheit sich umzustellen. Obwohl man meinen möchte, dass wir viel Zeit und Gelegenheit hatten Sonnenenergie zu tanken, um mit dem, was uns der Sommer 2018 geboten hat, mindestens 3 Winter zu überstehen, ist nicht an dem. 

Viele Menschen reagieren sehr sensibel

auf den Umschwung zwischen Sommer und Winter und fühlen sich gerade in den ersten Wochen des Herbstes schwermütig, melancholisch und nicht selten sogar niedergeschlagen und depressiv. Diese saisonal bedingten Verstimmungen sind gerade in unseren Breitengraden sehr verbreitet und kein Phänomen, das nur einzelne Menschen betrifft. 

Dieser Herbstblues trifft Frauen meist häufiger als Männer, wobei vor allem Hormone, jedoch aber auch Gene eine Rolle spielen. Auch Kinder können betroffen sein, die dann in ihrem Antrieb und ihrer Stimmung einfach ein wenig labiler sind.

Ursachen für diese Herbstschwere

sind die veränderten Lichtbedingungen, denen wir in Herbst und Winter ausgesetzt sind. Es wird später hell, es wird eher dunkel. Gerade wenn wir tagsüber arbeiten müssen, verbringen wir nun viel mehr Zeit wieder in Räumlichkeiten. Oft kommen wir an den Arbeitsplatz, wenn es noch dunkel ist und es dämmert bereits, wenn wir uns wieder auf den Heimweg begeben. Selbst wenn wir uns am Abend noch einmal zu einem Gang an die frische Luft aufraffen, ist es da meistens schon dunkel. Das heisst, dass in diesen Wochen viel weniger natürliches Tages- und Sonnenlicht in unser Auge einfallen, unsere Haut viel weniger von Licht und Luft abbekommt als es im Sommer der Fall ist, da wir uns aufgrund des Temperaturumschwungs wieder stärker kleiden. Durch diese äußeren Bedingungen wird in unserem Körper weniger von dem Glückshormon Serotonin ausgeschüttet, dafür jedoch verstärkt Melatonin, das Schlafhormon, was dann zu der bei vielen Menschen bekannten Müdigkeit im Übergang zwischen diesen zwei Jahreszeiten führt. 

Dieses Jahr fielen diese letzten sehr warmen Tage, die ich beispielsweise gerade durch die Ferien noch einmal sehr außenorientiert mit viel Zeit in der Natur verbracht habe, gleichfalls zusammen mit einem ruckartigen Umschwung in eine wirklich herbstliche Stimmung und Wetterlage sowie auch mit der Uhrenumstellung auf Winterzeit, auf die sensible Menschen ebenfalls empfindlich reagieren können, weil der Biorhythmus dadurch aus den Fugen gerät. 

Da kamen trotz des schönen und langen Sommers nun einige ungünstige Komponenten zusammen, die dem einen oder anderen zwischen den Jahreszeiten aufs Gemüt schlagen können. 

12 Tipps gegen die herbstliche Seelenschwere 

Doch es gibt einige Tipps, mit denen man sich behelfen kann, um sich selbst wieder ein wenig ins Gleichgewicht zu bringen:

1. Gesunde und ausgewogene Ernährung

Ernähre Dich ausgewogen. 

Auch wenn der Serotoninmangel im Herbst verantwortlich sein kann für Heißhunger auf Süßigkeiten und kohlenhydratlastige Lebensmittel, und die vielen Leckereien, die uns in den Lebensmittelmärkten gerade in der Vorweihnachtszeit regelrecht ins Gesicht springen, sollten wir uns nicht ausschließlich von unseren Gelüsten leiten lassen. Zu viel Kohlenhydrate und Lebensmittel aus industrieller Herstellung oder mit zu viel raffiniertem Zucker vernebeln uns zusätzlich unser Gehirn, übersäuern unseren Organismus und belasten damit zusätzlich unsere Seele. 

Dabei hält auch der Herbst, was Lebensmittel angeht, leckere Sachen für uns bereit. Man denke nur an die wunderbaren Orangen, die es um die Weihnachtszeit immer zu kaufen gibt, die nie sonst im Jahr so lecker sind. Auch eignen sich jetzt Nüsse und Trockenfrüchte ganz besonders, die übrigens neben den Bananen als ganz natürliche Serotoninquellen gelten. Ebenfalls geeignet sind in dieser Jahreszeit besonders auch Maronen, Avocados, grüne Bohnen und Linsen. 

Achte möglichst auf biologische Erzeugnisse. 

2. Spaziergänge in der Natur

Allem wechselhaften Wetter, Kälte und ermattender Müdigkeit zum Trotze solltest Du weiterhin regelmäßig spazieren gehen. Am besten täglich. Mindestens 30 Minuten an der frischen Luft sind dabei empfehlenswert (mehr geht natürlich immer). Vorteilhaft ist ein Spaziergang, den Du in Deinem eigenen Tempo vollziehst und wirklich auch als Spaziergang für sich nimmst, das heisst also, dass Wege von A nach B nicht zählen. Gehe einfach ziellos eine Runde spazieren. Dabei ist es egal, ob morgens, mittags oder am Abend. Hauptsache Du raffst Dich auf und gehst an die Frische Luft. Fällt es Dir schwer allein spazieren zu gehen, dann verabrede Dich und geht gemeinsam.

3. Ausreichend Bewegung

Solltest Du nicht genügend oder regelmäßig schaffen Dich ausreichend an der frischen Luft in der Natur zu bewegen, versuche wenigstens im Alltag bei Deinen üblichen Wegen und Verrichtungen beweglich zu bleiben. Nimm die Treppe statt den Aufzug. Geh in Pausen mal für ein paar Schritte an die frische Luft, geh Wege zu Fuß, statt auf das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen. Schau genau hin, an welchen Stellen Du Dich Deiner Bequemlichkeit hingibst, die für Dich aber auch zu Fuß erreichbar wären. 

4. Ausreichend Schlaf

Wenn Du schon müde bist, nimm Dir, wenn Du kannst, auch Zeit, um Dich auszuruhen und Dir vielleicht auch den einen oder anderen Mittagsschlaf zu gönnen, so dieser nicht in Deinen nächtlichen Schlafrhythmus eingreift. 

Wer sich nach einem Mittagsschlaf wie erschlagen fühlt, sich aber dennoch so müde fühlt, dass er sich hinlegen möchte, kann es mit einem Power Nap probieren. Hier empfehlen Schlafforscher etwa 30 Minuten. Dann sollte man sich durch einen Wecker wieder wecken lassen, bevor man in den Tiefschlaf verfällt, der dann quasi Ursache dafür ist, dass man sich nach manchen Mittagsschläfchen völlig zermatscht fühlt, nur schwer und erst nach einer gewissen Anlaufdauer wieder zurück in den Tag findet und abends nicht zur regulären Schlafenszeit einschlafen kann. 

Außerdem ist empfehlenswert abends rechtzeitig ins Bett zu gehen, so dass Du zwischen 7 – 8 Stunden Schlaf findest. Achte zudem auf relativ konstante Zubettgeh- und Aufstehzeiten. Schau, dass Du vor Mitternacht einschläfst, dann ist der gesamte Nachtschlaf am erholsamsten. Achte darauf, vor dem Schlafen keinem grellen, künstlichen Licht mehr ausgesetzt zu sein. Gedimmtes Licht ist gut am Abend und bringt Deinen Organismus nicht durcheinander. Auch Kerzen eignen sich in der dunklen Jahreszeit. Und lies lieber vor dem Schlafen noch etwas anstatt fernzusehen oder durch das Internet zu surfen. 

5. Morgenroutine

Vielleicht hilft Dir über die dunkle und die Seele beschwerende Zeit eine bestimmte Morgenroutine, die Du ganz auf Deine Bedürfnisse in diesen Tagen bzw. Wochen abstimmst. Es kann in diesen Zeiten hilfreich sein, sich morgens Zeit zu nehmen, um gut in den Tag zu starten und diese bewusst in in aller Ruhe zu gestalten.

Überlege mal, was Du Dir selbst für den Morgen wünschen würdest. Was würde Dich morgens entlasten und ein klein wenig entspannen, bevor der Tag richtig startet?

6. Achtsamkeit & Akzeptanz

Mit einem Kampf gegen sich selbst machst Du den Zustand der Herbstschwere oder Dunkelzeitdepression nicht wirklich besser. Verurteile Dich also nicht, wenn Du in dieser Übergangszeit nicht so funktionierst, wie Du es sonst von Dir gewohnt bist. Sei also nicht zu streng zu Dir, sondern erlaube Dir zu sein. Begegne Dir in diesen Zeiten des Wandels liebevoll und mit Fürsorge für Dich selbst. Nimm auch das liebevoll an, was Dich leiden macht. Nimm an, was auch immer in Dir aufkommt. Auch die schweren Zeiten bieten uns Wachstumspotenzial. Also bleibe achtsam bei Dir, nimm wahr, was in Dir vorgeht und gestehe Dir zu, so zu sein, wie Du gerade bist. 

Erlaube Dir im Innen, was sich in den Herbstmonaten auch im Außen vollzieht. Kehre ein in Dich selbst. Ziehe Dich zurück vor der Welt, wenn Dir danach ist. Mach es Dir daheim gemütlich, dosiere Deine Verabredungen und Termine dementsprechend sorgsam und mit genug Freiraum, Erholungsphasen und Rückzugszeiten für Dich. Gönne Dir die Ruhe, die Du gerade brauchst, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

7. Sauna, Wellness und Wechselduschen

Wenn Du Sauna magst, beginne mit den Saunagängen, sobald die Natur die ersten kühlen Tendenzen zeigt. Saunagänge sind extrem erholsam, sehr behaglich, viele Aufgüsse sind mit wertvollen und der Jahreszeit angepassten Ölen und Essenzen versehen, die Dein Wohlbefinden noch zusätzlich steigern. Lass die Sauna zu einem kleinen, regelmäßigen Ritual in Deinem Alltag werden. Gehe regelmäßig saunieren, so wie es Dir angenehm ist – entweder jede Woche oder wenigstens alle zwei Wochen. Es wird jedes Mal wie ein Mini-Wellness für Dich sein. 

Wie oben bereits erwähnt, gönne ich mir in den Wintermonaten immer mal ein Wochenende im Spreewald inklusive dem Besuch in der Spreewaldtherme. Dann stehen sozusagen ausgedehnte Naturspaziergänge und Saunabesuch auf dem Programm, aber gern probieren wir auch andere schöne Thermen aus, die von uns aus über ein Wochenende gut erreichbar sind. 

Bist Du einmal in der Sauna, solltest Du nach den einzelnen Saunagängen auf keinen Fall auf das Abbrausen mit kaltem Wasser oder gar auf das Abtauchen im Kaltwasserbecken verzichten. Auch wenn es hart wirkt und man froh ist, dass einem warm ist, wirkt doch gerade der Wechsel wahre Wunder. Ähnlich wie beim Sport kommt dabei Dein Kreislauf so richtig in Schwung, Dein Körper rüstet sich so gegen Krankheitserreger und auch Dein Bindegewebe erfährt auf diese Weise noch zusätzlich ein gutes Training. 

Solltest Du es nicht regelmäßig in die Sauna schaffen oder das Saunieren gar nicht mögen, kannst Du die Wechselduschen auch daheim ganz normal unter der Dusche vollziehen. Da aber wirklich auch tapfer sein und das Wasser nicht wärmer einstellen als nötig und ruhig zum Abschluss 3x das Wasser zwischen warm und kalt wechseln. 

8. Ätherische Öle für die Seele in Herbst und Winter

Düfte können unsere Seele pflegen, den Prozess der inneren Einkehr unterstützen und es uns trotzdem wohl und behaglich sein lassen. Auch vermögen sie uns zu tragen und die Stimmung ein wenig aufzuhellen.

Besonders geeignet sind in diesen Zeiten folgende Düfte:

  • Bergamotte
  • Grapefruit
  • Mandarine
  • Ylang Ylang
  • Lavendel
  • Zirbelkiefer
  • Sandelholz

Die ätherischen Öle eignen sich hervorragend für die Duftlampe und sich einfach zu handhaben. Besorg Dir eine dafür geeignete Lampe, stell unten ein Teelicht rein, giess oben Wasser in den dafür vorgesehenen Halter und 5 – 7 Tropfen des Öls Deiner Wahl. Die Düfte sind nicht aufdringlich und entfalten sich ganz sanft. 

Solltest Du bisher keine Öle daheim haben und noch nicht wissen, was Dir davon angenehm ist und Dich in Deinem Wohlfühlen unterstützt bzw. stimmungsaufhellend, beruhigend oder auch tröstend auf Dich wirkt, schnupper Dich einfach mal durch die ätherischen Öle im Bio-Laden Deines Vertrauens. Dort findest Du meistens die Duftkarussels mit ihrer ganzen Auswahl an Testern. Wähle erst einmal ein bis zwei, die Dich auf den ersten Versuch schon ansprechen. Findest Du sie auch daheim angenehm in Duft und Wirkung, kannst Du später Deinen Fundus noch um weitere Düfte erweitern, die Du dann auch miteinander in der Duftlampe kombinieren kannst, um ihre Wirkung noch ein wenig differenzierter zu entfalten.  (Im Internet und in Büchern findest Du zahlreiche und wertvolle Tipps, wie sich ätherische Öle für welche Wirkung miteinander mischen lassen.)

Achte hier möglichst auf echte ätherische Öle und verzichte weitestgehend auf synthetische Düfte, die das Risiko bergen können, Allergien und Unverträglichkeitserscheinungen wie Kopfschmerzen auszulösen.

9. Räumlichkeiten regelmäßig gut durchlüften 

Außerdem ist wichtig, dass Du Deine Räumlichkeiten zuhause als auch im Büro regelmäßig gut durchlüftest, um Dich auch dort tagsüber mit frischer Luft und Sauerstoff zu versorgen. 

10. Meditation 

Meditation geht letztlich ja immer, doch wer sich fürs Meditieren vielleicht sonst nicht so erwärmen kann, aber doch neugierig ist und die Stille mit sich selbst zu schätzen weiß, hat vielleicht gerade in der dunklen Jahreszeit, gemeinsam mit dem Gefühl der inneren Einkehr, Lust mit dem Meditieren (wieder) anzufangen. 

Und dafür braucht es nicht viel: weder eine bestimmte Stimmung, noch ein bestimmte Tageszeit, keine Einladung und keine besonderen Utensilien. Von Vorteil ist, wenn Du bereits ein Meditationskissen besitzt, dass Dich – gerade als Sitzanfänger – optimal beim aufrechten Sitzen unterstützen kann, doch kannst Du auch ein festes Sofakissen nehmen. Auch kannst Du gern auf einem Stuhl sitzen oder auch im Liegen meditieren, wenn Du dabei nicht so stark zum Einschlafen neigst. 

Zieh Dich an einen Ort zurück, an dem Du für ein paar Minuten ungestört sein kannst. Setz Dich einfach nieder, mach es Dir bequem, zünde ein Kerzlein an und gern auch etwas, das Dir angenehm duftet wie etwa ein Räucherstäbchen oder eine Duftlampe (wie oben beschrieben). Du kannst auch leise Musik auflegen. Etwas, das Dich entspannt und Dich gut bei Dir selbst ankommen lässt.

Nimm Dich wahr, nimm Kontakt mit Deinem Körper auf und fühle, was da ist – an Gedanken, Gefühlen und Empfindungen. Lass Dich so da sein, wie Du gerade bist. Nimm Dich in Deiner Ganzheit wahr. Lass da sein, was gerade in diesen Momenten da sein mag, ganz egal, ob Du gerade traurig, schwermütig, verärgert oder auch glücklich und zufrieden bist. 

Erlaube Dir so zu sein, wie Du in diesem Augenblick bist. Und folge Deinem Atem. 

11. Abendroutine

So wie Du am Morgen einer bestimmten Routine folgst, kann es für die Seele in dieser Zeit förderlich sein, eine Abendroutine zu etablieren. Und sei es auch nur vorübergehend. Gestalte, ähnlich wie auch bereits bei der Morgenroutine, Deinen Abend bewusst und liebevoll. Nimm Dir am Abend Zeit, um ihn für Dich und Deine Seele zuträglich ausklingen zu lassen. Vielleicht mit einem Bad, einem Kräutertee, Meditation oder einem Buch, das Dich gut unterhält und Dich – im Gegensatz zu digitalen Medien – ein wenig zur Ruhe kommen lässt, bevor Du schlafen gehst.

12. Dankbarkeit

Und gerade auch, wenn die Seele für längere Zeit durch die nebulösen Schwaden depressiver Verstimmungen und Melancholie wandelt, ist es trotz allem auch wichtig achtsam zu bleiben, sich selbst in dem, was sich im eigenen Inneren vollzieht, aufmerksam zu begegnen, aber gleichzeitig auch wahrzunehmen, wofür man trotz allem dankbar ist. Und das können winzig kleine Dinge sein, wie zum Beispiel, dass man heute mal die Gelegenheit zu einem Spaziergang oder einem Mittagschlaf hatte, dass man sich ein ausgiebiges Bad gegönnt hat, das einem gut getan hat, dass die Sonne mal für ein paar Stunden draußen war und man sie genießen konnte, dass man sich ein Stück Schokolade gegönnt hat. Dass das Treffen mit Freunden schön war, obwohl man im Vorfeld eigentlich keine Lust auf die Zusammenkunft hatte und vielleicht schon Gedanken daran gehegt hat abzusagen.

Schreibe Dir also jeden Abend mindestens eine Sache auf, für die Du an diesem Tag jeweils aus tiefstem Herzen dankbar bist. Erlebe das Ereignis in Deiner Erinnerung noch einmal. Lass das Gefühl der Dankbarkeit noch einmal wach werden und verankere es damit in Dir. 

Sollte allerdings die Schwermütigkeit zu stark werden und/oder zu lange andauern, such Dir Hilfe. Horch in Dich hinein, vertraue auf Dich und Deine Intuition, aber erkenne auch, wenn Du das Tief nicht allein überwinden kannst. 

Damit wünsche ich Dir eine gesegnete und wunderschöne Herbst- und Winterzeit. Genieß den Wandel in der Natur und genieß, wie sich der Wandel auch in Dir selbst vollzieht. Erkenne an, dass Du nicht getrennt bist, von dem, was um Dich herum passiert. Nimm wahr, dass alles, was im Außen geschieht, auch in Deinem Inneren passiert. Außen und Innen sind nicht getrennt. Gib Dir Zeit. Der Jahreskreis ist ein Prozess von Werden und Vergehen. Und Du bist ein Teil davon. 

Von ♥ zu ♥.

 

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