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Türen

Achtsamkeitsübung #10: Türen & Durchgänge wahrnehmen

Wir gehen jeden Tag durch zig Türen. Sei dies in der eigenen Wohnung oder im öffentlichen Raum. Überall sind wir von Türen, Toren und Durchgängen umgeben, die nicht nur den einen Raum vom anderen abtrennen, sondern uns immer wieder in eine andere Welt bringen. Auch dies tun wir am Tag die meiste Zeit völlig unbewusst.

Dabei hat jeder Raum, sei er draußen oder innerhalb eines Hauses, seinen eigenen Geruch, eine bestimmte Temperatur, Farben, ja sogar bestimmte Schwingungen, eine eigene Stimmung. Dies gilt es in den folgenden Tagen zu erforschen.

Richte daher diese Woche Deine Aufmerksamkeit ganz besonders auf die Momente, in denen Du durch Türen oder Durchgänge gehst. Viel gibt es hier wahrzunehmen und zu entdecken, lass Dich also überraschen, wie extrem unterschiedlich die einzelnen Räume sind.

Eine Übung mit ganz besonderen Herausforderungen

Versuche Dich schon dabei zu beobachten, wie Du auf eine Tür zugehst und beabsichtigst, diese zu durchschreiten. Stelle Dich innerlich darauf ein, mit dem Raum, in dem Du Dich noch immer befindest, abzuschließen, die Wahrnehmung auf die Absicht auszudehnen den neuen Raum zu betreten, Du Deine Hand nach der Türklinke ausstreckst, die Klinke berührst, runterdrückst und die Tür öffnest. Lass den alten Raum hinter Dir, lass los, was dort drin geschehen ist, bleibe im Augenblick und im Fluß mit den Geschehnissen.

Nimm wahr, in welcher Art und mit welcher Kraft Du die Tür öffnest, wie Du durch den Türbogen gehst und in den neuen Raum eintrittst. Aktiviere all Deine Sinne und schau, was Dir begegnet in der neuen Räumlichkeit. Welcher Duft schlägt Dir entgegen? Welche Farben nimmst Du wahr? Welche Geräusche besuchen Dein Ohr? Wird es kälter in dem neuen Raum oder eher wärmer? Spürst Du Wind auf der Haut? Was begleitet Dich emotional mit dem Raumwechsel?

Und was geschieht mit Dir und Deinen Sinnen, wenn Du von draußen in eine Räumlichkeit gehst? Oder umgekehrt: von drinnen nach draußen, aus einem Haus raus?

Schau auch mal, wie viel – oder wenig – sich ändert, wenn keine Tür als solche vorhanden ist, sondern der Durchgang nur durch einen Tor- oder Türbogen gekennzeichnet ist.

Nicht verzweifeln und die Übung bei Bedarf einfach ausdehnen

Diese Übung ist nicht ganz ohne. Für die meisten Menschen reicht hier eine Woche bei weitem nicht aus. Für mich waren 7 Tage ebenfalls eine viel zu kurze Zeit. Ich habe diese Übung einfach von Woche zu Woche neu ausgedehnt und letztlich habe ich sie fast zwei Monate praktiziert, bevor ich mich überhaupt irgendwie in der Lage gesehen habe wenigstens etwa ein Drittel der von mir durchschrittenen Türen wahrzunehmen und den Akt des Raumwechsels mit Achtsamkeit zu beschenken.

Dies ist eine von den Achtsamkeitsübungen, deren ich nicht müde werde und sie immer immer wieder gern praktiziere, da sie immer wieder aufs Neue herausfordernd ist und viel Spaß macht.

Unglaublich, wie schnell man durch Türen geht. Unglaublich, wie schnell man sich in einem neuen Raum befindet, und erst „drüben“ wahrnimmt, dass man soeben durch eine Tür ging.

Verzweifle nicht, wenn Dir die Umsetzung nicht gleich gelingt. Schelte Dich nicht, sondern bleibe geduldig und achtsam mit Dir, übe Dich in Akzeptanz der Dinge, die passieren und bleibe im Fluss mit dem Leben.

♥ Von Herzen wünsche ich viel Spaß bei Raumwechseln aller Art. ♥

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