Meditation

Die Meditation zu einem kleinen Ritual im Alltag werden lassen

„Meditiere 20 Minuten täglich, es sei denn du hast keine Zeit, dann meditiere eine Stunde.“          (Alte Zen-Weisheit)

Dieses alte Sprichwort fand ich neulich und musste unmittelbar schmunzeln. Wie viel Wahrheit doch in diesen paar Wörtern steckt.

Meditation im Alltag soll uns erden, entschleunigen, entspannen und uns vor allem zu uns selbst zurückführen. Wenn wir uns aufgrund des Trubels im alltäglichen Geschehen etwas aus den Augen verloren haben und aus unserer Mitte, unserem Zentrum gefallen sind, ist Meditation die ausgestreute Brotkrume zurück zu unserer inneren Heimat. Dem Zuhause, das immer dort ist, wo auch immer wir sind, egal wie weit wir uns in die Welt hinaus wagen.

Aus der eigenen Mitte fallen

Jedoch ist das Finden von Ruhe und Frieden zwischen all den alltäglichen Geschehnissen nicht immer so ganz einfach. Sicher kennst Du das: Der Tag beginnt früh am Morgen, ist nicht selten von der ersten Minute bis zur letzten Stunde am Abend durchstrukturiert und verplant. Termine folgen auf Pflichten, Erledigungen und soziale Kontakte. Verschiebt sich ein Ereignis und benötigt etwas länger Zeit als gedacht, wird letztlich noch am ehesten an der Zeit gespart, die man ganz für sich allein eingeplant hat. Und leider ergibt diese sich sowieso viel zu selten. Der Gang zum Yoga oder auch die „Vereinbarung“ für die Zeit mit sich selbst mutiert dann ab und an zu einer ebenso lästigen Pflicht, wie die Termine, die wir tagsüber stoisch abarbeiten. Und oft ist man dann nach getanem Tagewerk ausgelaugt und müde, und es erscheint einfacher sich medial  berieseln zu lassen als aktiv wieder zurück zur Mitte zu finden. Wir fühlen uns quasi oft zu müde zum Entspannen.

Geben wir uns diesen vermeintlichen „Runterkommern“ hin, müssen wir zwar nicht nachdenken, können und dürfen auch mal für ein kurzes Weilchen abschalten von Müßiggang und Stress, jedoch ist damit keine aktive Auseinandersetzung mit sich selbst möglich. Wir sind weiterhin abgeschnitten von unseren Gedanken, Gefühlen und unserem wahren Sein.

Da sich diese kleinen meditativen Ruhe-Inseln oft nicht von allein ergeben, ist es wichtig diese für sich selbst aktiv und fest im Tagesablauf mit einzuplanen und auch entsprechend zu gestalten. Kleine Rituale helfen diese kleine Auszeit für sich zu schaffen und sich auf diese auch wirklich bewusst und gern einzulassen.

Tipps, um Meditation in den Alltag zu integrieren

Mit den folgenden Tipps wird es auch Dir gelingen, Meditation in Deinem Leben zu einer regelmäßigen Praxis im Alltag zu etablieren und dauerhaft positiv davon zu profitieren:

1. Wohlfühl-Ecke suchen

Such Dir in Deiner Wohnung einen Raum, in dem Du Dich wohlfühlst. Einen Raum, in den Du Dich regelmäßig zurückziehen kannst, um für eine halbe bis Stunde ungestört zu sein. Im besten Falle ist dies ein Raum, den nur Du benutzt, der ausschließlich Dir und Deiner Meditation gewidmet ist (kann auch das persönliche Yoga- oder Schlafzimmer sein, sollte aber nicht unbedingt der Arbeitsraum sein).

2. Wohlfühlen-Ecke angemessen einrichten

Richte Dir in diesem Raum eine Wohlfühl-Ecke ganz nach Deinem Geschmack ein. Vielleicht mit Kissen, Decken, einem kleinen Tischlein oder Schränkchen als eine Art „Altar“, je nachdem, was Du für Dich brauchst, um Dich in eine meditative Grundstimmung zu versetzen und was das Loslassen in Dir fördert.

Nimm Dir Matten, Decken und Kissen zur Verfügung, die Du brauchst, um entspannt zu sitzen oder zu liegen.

3. Wohlfühlen-Atmosphäre schaffen

Magst Du Düfte? Dann stell Dir eine Duftkerze für ätherische Öle auf. Diese wirft ein schönes Licht und verströmt einen angenehmen Geruch. Ebenso hilfreich können Duftstäbchen oder Räucherhölzer sein. Richte Dich dabei einfach nach dem, was Dir am meisten zusagt und Dir am angenehmsten erscheint. (Achte hierbei jedoch auf hochwertige Herstellung der Öle und des Räucherwerks. Vermeide so gut es geht synthetische Duftstoffe, da diese die Schleimhäute reizen und zu Allergien und Kopfschmerzen führen können!)

4. Zeit einrichten

Richte Dir im Tag eine bestimmte Zeit für Dich ein. Vorteilhaft ist es, wenn es immer dieselbe Zeit ist. Dann kann sich Dein Inneres darauf einstellen, ebenso wie Familie.

5. Lass Dich von Musik einstimmen

Lege leise Musik auf, die Dich entspannt und begleitet, wenn Dir das zu Beginn Deiner Meditation hilfreich erscheint.

6. Lass los, was überflüssig ist und nimm an, was zu Dir kommt

Werde Dir vollends bewusst, dass es die Zeit am Tag ist, die nur Dir allein gehört, in der es nichts zu leisten gibt, in der niemand etwas von Dir erwartet, in der Du nur Du selbst sein kannst und in der alles sein darf, wie es in diesen Momenten ist. Alles hat hier Platz und Raum. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, kein Gut und kein Schlecht. Alles, was auftaucht, wird gleichwertig angenommen und akzeptiert.

Die Herausforderung mal überhaupt gar nichts zu tun

Trotz all diesen Dingen, die ich aufgezählt habe, sei Dir bewusst über die Tatsache, dass diese selbst nicht die Meditation sind. Es sind lediglich Hilfsmittel, die Dir erleichtern sollen Dich auf Dich selbst einzulassen und mit Dir selbst zu sein. Das kann mitunter gerade am Anfang die größte Herausforderung darstellen, weil wir es nicht mehr gewohnt sind untätig zu sein und einfach mal überhaupt nichts zu tun.

Vergiss nie, dass Du schon alles bist, was Du brauchst. Du musst Dir nichts hinzufügen und nichts wegwünschen. Du bist perfekt, wie Du bist. Das ist ein Fakt, den Du lediglich vergessen hast und dessen Du Dir nun lediglich wieder bewusst werden musst.

Ich wünsche Dir eine angenehme Zeit mit Dir selbst..

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